| Karin Kramer Verlag | Neuerscheinungen |
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Aimé Césaire REDE ÜBER DEN KOLONIALISMUS und andere Texte Herausgegeben und aus dem Französischen übersetzt von Heribert Becker Aimé Césaire, 1913 auf der Karibikinsel Martinique geboren und dort im April 2008 verstorben, gilt als einer der bedeutendsten schwarzen Dichter des 20. Jahrhunderts. 1934 gründete er in Paris die Zeitschrift L'Etudiant noir, womit die von ihm sowie von Léopold Sédar Senghor und Léon-Gontran Damas initiierte Négritude-Bewegung begann. Unter Négritude ist die Gemeinschaft aller Schwarzen, ihre lange Geschichte unsäglichen Leidens unter Sklaverei, Kolonialismus und Rassismus sowie die Wiederentdeckung ihrer kulturellen Leistungen in Afrika zu verstehen. Ziel der Bewegung war es, den schwarzen Menschen in aller Welt das Bewusstsein zu vermitteln, dass ihre in Afrika wurzelnden kulturellen Traditionen der Kultur der sie als primitiv diffamierenden und zu Arbeitstieren degradierenden Weißen nicht unterlegen seien. Césaire appellierte an alle Schwarzen, ihr Minderwertigkeitsgefühl gegenüber den Weißen abzulegen, sich von deren totaler Dominanz zu befreien und durch eine Rückkehr zu ihren afrikanischen Ursprüngen zu einer eigenen Identität zu finden. Mit diesen Ideen bereitete die Négritude-Bewegung geistig den Entkolonialisierungsprozess vor, der nach dem 2. Weltkrieg in vielen bis dahin kolonisierten afrikanischen Ländern in Gang kam. Aus dem Inhalt: Aus dem Inhalt Vorwort / Texte aus der Zeitschrift Tropiques (1941-45): Einführung in die amerikanische Negerdichtung; Einführung in die martinikanische Folklore; Kreolische Märchen; Anstelle eines literarischen Manifests; Ausblick; Offener Brief an seine Eminenz Varin de la Brunelière, Bischof von Sain-Pierre und Fort-de-France; Hommage an Victor Schœlcher / Rede über den Kolonialismus (1950) / Rede über die Négritude (1987) Als Lyriker trat Césaire erstmals 1939 mit seinem berühmten Gedichtband Cahier d'un retour au pays natal hervor, der sich wie ein einziger langer Schrei des Zorns und der Empörung über das den Schwarzen angetane Leid liest und von dem André Breton, ein Freund Césaires, sagte, er sei "nicht mehr und nicht weniger als das größte lyrische Monument unserer Zeit". Später veröffentlichte Césaire weitere Gedichtbände wie Les Armes miraculeuses (1946), Soleil cou coupé (1947) und Ferrements (1960) sowie mehrere Theaterstücke, die in den 60er und 70er Jahren weltweit gespielt wurden. Während des 2. Weltkriegs gab der Dichter auf Martinique die Zeitschrift Tropiques heraus, die die Ziele der Négritude vertrat und trotz Zensur mutig gegen Faschismus und Unterdrückung opponierte. Unser Auswahlband enthält einige Texte Césaires aus dieser Zeitschrift. Spätestens seit 1945 betätigte sich der große Lyriker auch konkret politisch: Er war 56 Jahre lang (!) Bürgermeister der martinikanischen Hauptstadt Fort-de-France und saß von 1945 bis 1993 in der französischen Nationalversammlung. Das spektakulärste Zeugnis seines Kampfes um die politische und kulturelle Emanzipation der Schwarzen ist seine erstmals 1950 erschienene Rede über den Kolonialismus, in der Césaire mit flammenden Worten die Verbrechen und Gräuel anprangert, die jahrhundertelang von Weißen an Schwarzen verübt wurden. Die Kolonialgesellschaft seiner Zeit, schreibt der Dichter in diesem berühmten Text, der in den späten 60er Jahren zu den Klassikern der Studentenbewegung gehörte, sei "das ekligste Stück verdorbenen Fleisches, das je in der Sonne verfault ist", und er betont, "dass Europa vor der menschlichen Gemeinschaft Rechenschaft abzulegen hat für den höchsten Leichenberg der Geschichte". 978-3-87956-343-2 / 133 Seiten / lieferbar Euro (D) 18,-- / sFr 32,90 |
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Gabriele Fellermayer / Esther Kramer / Diana Peitel (Hrsg.) Bildungsberatung gestalten - Strategien zur Steuerung Lebenslangen Lernens Bei der Implementierung von Strategien zur Umsetzung des Lebenslangen Lernens gilt Bildungsberatung als ein Schlüsselelement. Nach einführenden Beiträgen fokussiert der Fachband auf die Qualität und Professionalisierung in der Bildungsberatung sowie auf das Bildungsmarketing. Die gewählten Schwerpunkte nehmen zentrale Fragestellungen der Steuerung von Angeboten der Bildungsberatung in den Blick und liefern neben ihrem theoretischen Gehalt auch wertvolle Hinweise für die Praxis. Mit diesem Band leisten die Herausgeberinnen einen weiteren Beitrag zur Beförderung der fachlichen Diskussion um die Bildungsberatung und stellen eine Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis her. 978-3-87956-353-1 / ca. 140 Seiten ca. Euro (D) 15,-- / ca. sFr 27,90 |
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Hans-Jürgen Degen Vom Unsinn des Staates - Eine Streitschrift Aus dem Inhalt: Machtprobleme; Herrschaftsprobleme; Gewaltprobleme; Freiheitsprobleme; Individium, Gesellschaft, Staat; Demokratie oder Diktatur?; Staatsinstrument: Parteien; Vom Elend der "Staatereien"; Staatsinstrument: Parlamentarismus. Der Staat ist eine gesellschaftliche Fehlkonstruktion. Dennoch ist er oft die letzte Instanz für alles, was die Gesellschaft aus sich heraus nicht selbst lösen kann bzw. meint, nicht lösen zu können. Dabei sind die meisten zur Lösung anstehenden Probleme ohnehin staatsgemacht. Das Absurde ist also: Der Verursacher gesellschaftlicher Malaisen wird zu deren Problembewältigung herangezogen, statt die Ursache zu beseitigen - der Fehlkonstruktion Staat die Machtmittel seiner fehlerhaften, gesellschaftsschädlichen Politik zu entziehen. Der Staat wird hier von der Kategorie des Herrschers zur Institution des Lebensbewältigers. Die verbreitete Hilflosigkeit seiner Untertanen wertet ihn stets ungemein auf. Auch dann, wenn er im Alltag - angesichts der "Zustände" - von seinen Untertanen mit meist vernichtender Kritik, Herablassung und Verachtung abgestraft wird. Die Disziplinierung der Gesellschaft hat in ihr tiefe Spuren verursacht. Weitgehend hat sie autonomes Bewusstsein vernichtet. Das wenig ausgeprägte noch vorhandene konkrete fortschrittliche Bewusstsein ist kein traditionelles klassisches Klassenbewusstsein: nicht mehr gebunden an eine bestimmte soziale Schicht. Fundamentalopposition kann sich heute also nur zusammensetzen aus Individuen aller gesellschaftlichen Schichten. Aus Menschen, die die Zustände nicht mehr ertragen wollen und deshalb bereit sind, sie abzuschaffen. Die individuellen und gesellschaftlichen Verstrickungen mit dem Staat machen überaus deutlich: Ein selbstbestimmtes Leben kann nur beginnen mit der Bewusstwerdung über diese vertrackten Verhältnisse; es beginnt mit der subversiven Gegnerschaft zum Staat; es beginnt mit der Selbstorganisation des Alltags. Hans Jürgen Degen "Was ich von der Welt in Erfahrung bringen konnte, hat mir nur wenig Hochachtung vor der Weisheit der Herrschenden abgefordert. Ich habe Verständnis für den Haß der Unterdrückten. Wird er aber helfen, in der Zukunft die Humanität zu mehren?" Alexander Mitscherlich 978-3-87956-348-7 / ca. 140 Seiten ca. Euro (D) 14,80 / ca. sFr 27,90 |
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Wanderverein Bakuninhütte e.V. (Hrsg.) "Rebellen-Heil" - Gedenkschrift für Fritz Scherer Ohne die lebenslange Begeisterung von Fritz Scherer (*13.05.1903 - † 18.06.1988) für die Bakuninhütte wäre das Wissen um dieses Kleinod vermutlich verschüttet. Fritz Scherer war sein Leben lang mit den Erbauern der Hütte und deren Kindern befreundet. Er pflegte diese Freundschaften - auch in schweren Zeiten und über Grenzen hinweg - und hielt das Wissen um die Geschichte dieses Ortes so bei den Jüngeren wach. Anlässlich des diesjährigen "Tag(es) des offenen Denkmals" am 12. September soll auf dem historischen Grundstück der Bakuninhütte ein Gedenkstein für den ehemaligen Hüttenwart Fritz Scherer errichtet werden und diese Gedenkschrift erscheinen. "[…] Als Otto Walz erfuhr, daß ich als Gefangener bei den Russen war, befreite er mich aus deren Händen. Ich blieb noch einige Tage in Meiningen. Fast ein jedes Gespräch zwischen uns drehte sich um unsere alte "Bakunin-Hütte". Otto machte mir den Vorschlag, wieder als Hüttenwart dort oben zu fungieren, was ich aber ablehnte. Erstens hatte ich meine Familie in Berlin und zweitens würde ich nie und nimmer in die Partei, am allerwenigsten in die KPD eintreten. […] Im November 1946 verstarb unser Freund Otto Walz an Krebs. Die letzten 14 Tage war täglich ein Mitglied der Kreispartei der KPD bei ihm am Krankenbett und da liegt die Vermutung nahe, daß Otto im Unterbewußtsein die Hütte mit Grund und Boden durch Unterschrift der Partei übergeben hat. Unsere übriggebliebenen Genossen, die dem einstigen "Siedlungsverein für gegenseitige Hilfe" angehörten, versuchten nun, ihre alte von ihnen erbaute Hütte wieder zurückzubekommen. Da wurde nach langem Hin und Her und langem Verhandeln mit den Russen gedroht. Was bei einer Diktatur dabei herauskommt, ist wohl jedem Menschen klar. Auch ohne Unterschrift von Otto hätten die sogenannten Kommunisten dieses Land mit Hütte beschlagnahmt. So ging das einstige, mit viel Mühe, Arbeit und Opfer erbaute Grundstück der Arbeiterschaft wieder verloren." aus: Die Bakunin-Hütte. Eine Rückschau von Fritz Scherer, Berlin. Neben einem Auszug aus "Auf großer Fahrt", dem Erlebnisbericht von Fritz Scherer als Wanderburschen, enthält die Schrift weitere autobiograpische Dokumente und Erinnerungen an ihn von 10 Freunden. 978-3-87956-350-0 / ca. 80 Seiten, vmtl. mit DVD von "Landstraße, Kunden, Vagabunden", SFB, 1984, kartoniert ca. Euro (D) 19,80 / ca. sFr 35,90 |
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Cornelia Hüge Die Karl-Marx-Straße - Facetten eines Lebens- und Arbeitsraums Die Karl-Marx-Straße, seit der Gründerzeit Stadtzentrum Rixdorfs/Neuköllns, in den 1920er und 1930er Jahren Schauplatz politischer Kämpfe, entwickelte sich nach 1945 zu einer der führenden Geschäftsstraßen Berlins. Dem Aufschwung in den 1980er Jahren folgten Jahrzehnte stetigen Abstiegs. Eine Aufbruchstimung kennzeichnet die Karl-Marx-Straße der Gegenwart. Die Magistrale wird in Kürze Sanierungsgebiet sein. Zukunftsvisionen lassen sie als erneut attraktives Stadtzentrum erscheinen. Der Bild- und Textband über eine der traditionsreichsten Straßen Berlins erschien erstmals 2001, war schnell vergriffen und wurde seitdem immer wieder nachgefragt. Im Herbst 2010 wird er - überarbeitet und erweitert - erneut in den Buchhandlungen zu finden sein. Im Aufbau unverändert, nähert sich auch die neue Buchversion der Karl-Marx-Straße aus vielfältigen Blickwinkeln. Reine Bildseiten führen den Leser in die Thematik ein. Ein Überblick beleuchtet schlaglichtartig die Geschichte des Straßenzugs, bezieht auch dessen Zukunft mit ein. Im Hauptteil des Buches werden in punktueller Konzentration interessante Areale, architekturhistorisch bedeutende Bauten und u.a. auch Geschäftszentren der Karl-Marx-Straße dargestellt. Etliche aktualisierte Kapitel spiegeln den Wandel, dem die Straße seit 2001 unterlag. Neue Kapitel, nicht nur zum Amtsgericht Neukölln, sowie zahlreiche neue Abbildungen erweitern die Erstversion des Buches um ca. 50 Seiten. 978-3-87956-352-4 / ca. 240 Seiten, zahlreiche Abbildungen und Dokumente ca. Euro (D) 18,-- / ca. sFr 32,90 |
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Alexander Losse Strophen XXII Die Möwen fliegen, kaum gerührt von Dauer, dem Bug voraus, der dunkle Wellen trennt. In der Kajüte eine Kerze brennt. Das Luftmeer schmeckt nach einer Art von Trauer. XXV Tage, die aus nichts bestehn, wollen leise untergehn, nicht im Fleisch begangen sein, doch betäubt von mildem Schein. XXVIII Das Unpoetische, genannt das Wahre, darf sich schlafend auf der Straße zeigen. Traumlos klappern alle Jahre durch das absatzhohe Schweigen. "Danke für den Blick in Ihre ›Strophen‹, für die ich Sympathien habe, weil ich das kleiner Werdende mehr achte als das grösser Tuende." Urs Engeler an den Autor "Die Gedichte von Alexander Losse wirken zunächst befremdlich in ihrer zugleich liedhaften wie auch existentiellen Intonation. Die auftauchenden religiösen Metaphern verstärken dieses Befremden bis hin zu einer Verstörung, einer meditativen Art Sog, von dem man nicht weiß, in welche Rätsel er einen zieht, aber, dass dies, selbst wo die Gedichte grotesk aufleuchten, mit einer schönen, seltenen und unabgesicherten Ernsthaftigkeit geschieht." Hendrik Jackson Der Autor: Alexander Losse, geb. 1974 in Teheran, studierte Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Philosophie in Mainz. Er arbeitet als Lektor im Stroemfeld Verlag und ist Redakteur der "Zeitschrift für psychoanalytische Theorie und Praxis". 978-3-87956-351-7 / ca. 72 Seiten ca. Euro (D) 12,80 / ca. sFr 22.50 |
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Harald Klander / Bernd Kramer "In Mutters Stübele..." - Ein meteorologisch-sozialdarwinistisches Melodram Anmerkungen und Reflexionen zu einer ver(w)irrenden wie auch tieftraurigen Volksweise Wer kennt nicht dieses Volkslied In Mut-ters Stü-be-le, da geht der hm, hm, hm, in Mut-ters Stü-be-le, da geht der Wind, verfasst von einem unbekannt gebliebenen Textdichter. - Die Autoren unternehmen den Versuch, mit textkritischen Anmerkungen und Reflexionen die oft in sich widersprüchlichen und manchmal zutiefst ver(w)irrend Liedtexte zu deuten. Es gibt eine hochdeutsche Version und verschiedene Dialektfassungen, sie unterscheiden sich nicht nur in der Sprachgestaltung, sondern auch in ihren Aussagen! - Die Autoren gehen u.a. den Fragen nach, in welchem Milieu lebten die Mutter und ihr Kind, welchem Schicksal waren sie ausgeliefert? Gehörten die beiden Bettler zur Bruderschaft der Kunden, die sich nur mit ihnen bekannten Zeichen verständigten, den geheimnisvollen Zinken, die sie mit weißer Kreide an Haustüren und -wände malten? Eine Interpretin fragt: "Hat dieses Bettellied was mit der Vagina zu tun?" und kommt zu dem Schluss, Mutters Stübele "könnte auch die Gebärmutter sein". Die Autoren forschen in Mythologien und Märchen, ziehen alchemistische Traktate heran und religiöse Texte aus verschiedenen Zeiten und Regionen; sie folgen kunsthistorischen Andeutungen, wobei, gerade in der Malerei, das Äpfele, der Apfel, eine zentrale Rolle zu spielen schien. Von der frühchristlichen Darstellung des Sündenfalls bis hin zu Albrecht Dürer, Hieronymus Bosch, Lucas Cranach dem Älteren und den Brüdern van Eyck: alles drehte sich um diese geheimnisvolle Frucht, den Apfel. Ist er wirklich die Frucht vom Baum der Erkenntnis? Es ist unbestreitbar, dass die Strophen dieses alten Liedes weit mehr beinhalten als bisher von Volksliedforschern erkannt - viel Erotisches, ja beinahe Pornographisches in den verschiedenen Mundartvariationen. Dem meteorologisch-sozialdarwinistischen Melodram ist eine CD beigegeben, auf der Harald Klander die Strophen der Volksweise den Lesern zu Gehör bringt, begleitet von schönen Gitarrenklängen. Aus dem Inhalt: Bernd Kramer Welche Kategorie Binnenwind ist gemeint? Singt das Kind "Vergelt's euch Gott" oder die Mutter? Wem gehört die Immobilie von Mutters Stübele? Harald Klander Kürzlich aufgefundene Version von "Muerders Stübele" im Breisgauer Dialekt. Die Bettler waren früher anders organisiert. Bei der Hemdli-Version könnte es sich um einen spätmittelalterlichen Porno handeln. Gabriele Fischer Was hat das Bettellied mit der Vagina zu tun? Thomas Collmer Wie hat sich die "Frucht" des Gartens Eden zum Apfel verfestigt? Hans H. Krielke Volksglaube in Sagen und Volksliedern. In Mut-ters Stü-be-le, da geht der hm, hm, hm, in Mut-ters Stü-be-le, da geht der Wind. Ich sag: ver-gelt's euch Gott, und du sagst hm, hm, hm, ich sag: ver-gelt's euch Gott, und du sagst: Dank! Ich krieg ein Äp-fe-le und du ein hm, hm, hm, ich krieg ein Äp-fe-le und du ein' Birn. Mueß fast verfriere vor lauter hm, hm, hm, mueß fast verfrierre, vor lauter Wind. Mir zwei go bettle go, es si üs hm, hm, hm, mir zwei go bettle go, es si üs zwei. Du nimmst den Bettelsack, und ich den hm, hm, hm, du nimmst den Bettelsack und ich den Korb. Du hast kein Hemdli an, und ich kein hm, hm, hm, du hast kein Hemdli an und ich kein Strumpf. I trink en Branntewein un du en hm, hm, hm, i trink en Branntewein und du en Schnaps. 978-3-87956-347-0 / ca. 140 Seiten, farbige Abbildungen, CD ca. Euro (D) 14,80 / ca. sFr 27,90 |
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Bernd Udo Schwenzfeier Das Todeskommando - Protokoll eines politischen Attentats Kriminalroman Als die Führung einer ultrarechten Splittergruppe der IRA, die sich "Free Brotherhood of Ireland" nennt, erfährt, dass sich der britische Premierminister mit dem französischen Staatspräsidenten und dem deutschen Bundeskanzler im September 2003 zu politischen Konsultationen in Berlin treffen will, plant sie ein Attentat, um der Welt zu zeigen, dass es noch irische Patrioten gibt, die für die Freiheitsrechte der Nordiren eintreten und bereit sind, gegen die illegale Besetzung des Nordens durch die Briten zu kämpfen. Unbemerkt von den deutschen Sicherheitsdiensten sickert eine selbstständig handelnde Zelle (active service units) von sechs Terroristen in die Stadt ein und beginnt mit den Vorbereitungen für den blutigen Anschlag. Dazu benötigen sie aber den geheimen Einsatzplan der Polizei. Um in den Besitz dieses Dokuments zu gelangen, entführen sie die Tochter und den Enkel des Staatsschutzbeamten Kriminalhauptkommissar Benjamin Schwalbach. Damit wollen sie ihn zur Herausgabe des geheimen Einsatzplans zwingen. Dem bleibt nicht viel Zeit, seine Angehörigen aus den Händen der Terroristen zu befreien und das Attentat zu verhindern, das in wenigen Tagen stattfinden soll. Mit Hilfe eines befreundeten BKA-Beamten und eines irischen Geheimdienstagenten nimmt Schwalbach den schier aussichtslosen Kampf gegen die fanatischen Patrioten auf. Ein gnadenloser Wettlauf mit der Zeit beginnt. Aufgezeichnet wurde dieser Politthriller von einem Autor, der über lange Jahre hinweg beim Polizeilichen Staatsschutz des LKA Berlin in der Terrorismusbekämpfung tätig war. 978-3-87956-349-4 / ca. 240 Seiten ca. Euro (D) 16,80 / ca. sFr 29,90 |
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Peter Lamborn Wilson PIRATEN - ANARCHISTEN - UTOPISTEN / Mit ihnen ist kein Staat zu machen Aus dem Englischen übersetzt von Jürgen Schneider Der größte Frevel ist ein politischer Seitenwechsel, die größte Blasphemie ist der Wechsel von einer Religion in eine andere - und dieses Phänomen greift der Autor auf. Vom späten 15. Jahrhundert bis zum 18. Jahrhundert konvertierten Unzählige vom Christentum zum Islam. - Für die Christen waren diese Konvertiten Abtrünnige, Verräter, Renegados = Renegaten - und viele dieser Renegados waren Piraten. Sie griffen Handelsschiffe an, plünderten und entführten die christlichen Seeleute, um sie als Sklaven zu verkaufen oder um Lösegeld zu erpressen. - Die Renegados waren unabhängig, keinem Herrn unterworfen. Wilson betont, daß die Piraterie auch sozialer Widerstand war. Der Pirat führte "Krieg gegen die gesamte Welt", staats- und gesetzesfern entwickelte er ein eigenes Wertesystem. Eine eindrucksvolle Errungenschaft war u.a. die unabhängige Piratenrepublik von Rabat-Salé im Maghreb in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. In Wilsons Buch begegnen wir Kosaren, Sufis, "unwiderstehlichen" maurischen Frauen, Sklaven, Abenteurern, irischen Rebellen, häretischen Juden, britischen Spionen sowie radikalen Helden der Unterklasse und Mitgliedern aufständischer anarchistischer Gemeinschaften und Piraten, deren Kampfruf war: "Wir gehören niemandem!" Aus dem Inhalt: Der Pirat und die Meerjungfrau; Demokratie durch Mord und Totschlag? Eine Gesellschaft von Gesetzesbrechern; Ein Alabaster-Palast in Tunesien; Die unabhängige maurische Republik Rabat-Salé; Piratenutopien. 978-3-87956-332-6 / 170 Seiten / 16 Abbildungen / lieferbar Euro (D) 19,80 / sFr 35,90 |
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Mathias Brandstädter / Matthias Schönberg (Hg.) NEUE "BT-MITTEILUNGEN" - Studien zu B. Traven Illustrationen von Betie Pankoke Traven wollte nicht mit kriminalistischem Spürsinn erforscht werden. In den parallel zu seinen Romanen herausgegebenen Verlagsbroschüren, den B.Traven-Mitteilungen, wurden in den fünfziger Jahren mit genüßlicher Häme die mißlungenen Enthüllungsversuche seiner Identität bilanziert. Ironischerweise hat Traven heutzutage tatsächlich ein vergleichbares Schicksal ereilt: Der einstige Modeautor mit millionenstarken Auflagen ist weitgehend vom Buchmarkt verschwunden. Deshalb nehmen die in diesem Band versammelten Autoren seinen 40sten Todestag im Jahr 2009 zum Anlass, dem bekanntesten Unbekannten unter den deutschsprachigen Schriftstellern ihre Reverenz zu erweisen. Ihr Augenmerk gilt dabei nicht der Person Travens, sondern den bislang vernachlässigten Facetten seines Werks. Sie loten die erzähltheoretischen Dimensionen seiner Romane und Erzählungen aus, diskutieren die philosophischen Bezüge und filmischen Umsetzungen und setzen sich in erfrischend neuer Perspektive mit hartnäckigen Plagiats-Vorwürfen auseinander. Travens Beobachtungen besitzen eine ungeheure Scharfsinnigkeit und - nicht zletzt für utopische Avancen jeglicher Spielart - zeitlose Aktualität. Umrahmt von Illustrationen von Betie Pankoke ist damit ein Sammelband entstanden, der sich nicht nur an die (akademische) Traven-Gemeinde wendet. Aus dem Inhalt: Mathias Brandstädter/Matthias Schönberg: Einleitung; Karl S. Guthke: Diebstahl, Kunst oder Kunst des Diebstahls? Travens "Plagiate": Jan-Frederik Brandel: Materialisationsphänomene in Mexiko. Zur Traven-Biografik; Reiner Matzker: Der Schatz der "Africa Queen" - Hephurn, Huston, Bogart, Traven; Wolfgang Eßbach: Eine herrenlose Sprache. Max Stirners Einfluß auf B. Traven; Thomas Collmer: Identität und Selbstorganisation in "Das Totenschiff" und "Die Baumwollpflücker"; Galina Potapova: Spiel mit der Mathematik in B. Travens Roman "Das Totenschiff"; Tom Kindt: "Man wird ja bereits bemerkt haben, daß ich nicht normal bin." Erzähler und Erzählweise in B. Travens Roman "Der Wobbly"; Anne Echterhölter: Drastik bei B. Traven. 978-3-87956-333-3 / 240 Seiten / lieferbar Euro (D) 24,80 / sFr 44,-- (unverbindliche Preisempfehlung) |
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Karsten Krampitz / Heiko Werning (Hg.) HEIMAT, HEIMWEH, HEIMSUCHUNG Kaum ein Roman, der nicht davon handelt: "Woher komme ich?" Und: "Wohin gehe ich?" Sei es die Bibel oder die Buddenbroocks - erzählt wird die gleiche Geschichte: die Vertreibung aus dem Paradies. Seit Menschen gedenken haben sie Heimweh, lt. Brockhaus ein "durch unfreiwillige Distanz von der vertrauten Umgebung bedingtes Mangelgefühl", und oft muss man dafür nicht einmal verreisen oder ins Exil gehen. Um das Weh mit der Heimat geht es in dieser Anthologie, nicht um 2000 Jahre Deutschland (Varusschlacht), 60 Jahre Bundesrepublik und auch nicht um 20 Jahre Mauerfall. Für die Autorinnen und Autoren ist Heimat keine geographische Kategorie, für manchen aber das Gegenteil von Fremde und Entfremdung, die Summe der Erinnerungen aus einer Zeit des Vertrauens an einem Ort der Geborgenheit. Erinnerungen an etwas, das es vielleicht nie gegeben hat... Aus dem Inhalt: Teil 1 - Bestandsaufnahme: Jacob Hein, Dafür nicht; Heiko Werning: Wenn die Mauer noch stünde; Karsten Krampitz: Erich ist ein Schwein; Ahne: Erinnerungen; Manfred Maurenbrecher: Offene Grenze; Andreas Gläser: Heimweh nach dem Kurfürstendamm; Jürgen Witte: In Rastatt gibt es keine Raststätte; Markus Liske: Giftige Erdstrahlung? Teil 2 - Vaterland: Henry-Martin Klemt: Heimat ist...; Uli Hannemann: Der Hase - im Felde unbesiegt; Uwe von Seltmann: Großvater war kein Seeräuber - eine Odyssee von der Sieg an die Weichsel; Paul Bokowski: Ein eigenes Denkmal; Thilo Bock: Heldenklo; Ahne: Wohin auch immer; Heiko Werning: Tag der Heimat; Markus Liske: Einer für Einen, alle für Deutschland. Teil 3 - Standortsuche: Harry Pross: Heimat auf den Begriff gebracht; Manfred Maurenbrecher: Heimat; Anselm Neft: Die schönste Blume des Allgäus; Martin Hyun: Koreanische Küche; Manfred-André Werner: Hinter den Türen wohnen die Skelette; Sebastian Krämer: Die Venusfalle; Manja Präkels: Djewotschka will heim; Volker Surmann: Siebzehnn Hektar Kindheit; Peter Wawerzinek: Dort, wo wir nie sein werden; Falko Hennig: Heimweh. Teil 4 - Unbehaust: Annett Gröschner: Mangelndes Weh; Bov Bjerg: Schinkennudeln; Robert Weber: Klebezettel; Claudia Guelzow: Unter uns; Robert Rescue: Das Klassentreffen; Donata Rigg: Die Sprache der Fische - Ein Nachruf; Jochen Reinecke: Fear is the only darkness; Carmen Winter: Krähennest; Mario Wirz: Wintervision; Karsten Krampitz: Aktion "Findeltrinker: keine Fragen - keine Zeugen - keine Polizei"; Ahne: Der normale Vorgang; Manfred Maurenbrecher: Überholen, ohne einzuholen. Teil 5 - Im Hinterland: Helmut Höge: Über Heimat und Heimweh; Bernd Kramer: Der Staat und die Deutsche Ameisenschutzwarte e.V. oder Platon und die leptothorax acervorum; Karsten Krampitz: Mitropa; Erik Steffen: Heimat Hahn - Ein Leben in der Geisterbahn; IKA: Heimweg; Heiko Werning: Das Heiligabendprogramm; Frank Sorge: Lieferfahrer Frank; Daniela Böhle: Karl ist wieder in Berlin; Robert Weber: Wenn ich schnell da bin, bin ich schnell wieder dort; Bov Bjerg: Kreisverkehr; Udo Tiffert: Zaun zum Aufstützen. 3-87956-338-8 / 201 Seiten / lieferbar Euro (D) 14,80 / sFr 27,50 (UVP) |
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Arndt Beck / Markus Euskirchen DIE BEERDIGTE NATION - »Gefallenen«-Gedenken von 1813 bis heute Seit fast 200 Jahren spiegelt der Friedhof Columbiadamm in Berlin die Geschichte des soldatischen Sterbens für das Vaterland. 1813 begrub man dort in einem Massengrab Lazarett-Tote der sogenannten Befreiungskriege, etwa 50 Jahre später legte man ebenda - zwischen den Schießständen in der Hasenheide und dem Exerzierplatz Tempelhofer Feld – den Neuen Garnisonfriedhof (und heutigen Friedhof Columbiadamm) an. Seine Bedeutung erlangte er weniger durch prominente Beerdigungen als durch die erstaunliche Anzahl von Ehrenmalen, die sich im Laufe der Zeit dort ansammelten. Neben Erinnerungen an die sogenannten Reichseinigungskriege von 1870/71 und an den kolonialen Völkermord (»Herero«-Stein) befinden sich dort vor allem die Denkmale der verschiedenen Regimenter und Garnisonen des Ersten Weltkriegs, die dem millionenfachen Sterben auf dem Schlachtfeld nachträglich einen »Sinn« zu geben versuchten oder zur Rache aufriefen. Ergänzt wird die Darstellung mit dem 1938 in direkter Nähe eingerichteten neuen Heeresfriedhof Standortfriedhof Lilienthalstraße sowie einem vergessenen Kapitel der Berliner NSDAP vor 1933: der vor allem zwischen 1931 und 1933 genutzte und ebenfalls unweit davon gelegene »Friedhof der Bewegung«. Das Buch Die beerdigte Nation richtet den Blick auf die Gedenkkultur um den Soldatentod, die – wie das in Berlin bereits im Bau befindliche Bundeswehrehrenmal zeigt (auf das Markus Euskirchen in seinem Beitrag eingeht) – ebenso aktuell wie in ihrem Wesen unverändert ist. Inhaltsverzeichnis: Markus Euskirchen – Mehr als ein Vorwort Die Neue Wache und das geplante Ehrenmal für die Bundeswehr am Bendlerblock Militärrituale und Räume der Militarisierung Arndt Beck – Die beerdigte Nation Prolog – Vom Sterben in den Lazaretten (1813) I. Der ›Dennewitz‹-Friedhof II. Der Neue Garnisonfriedhof III. Der Erste Weltkrieg IV. Die Weimarer Republik Exkurs – ›Friedhof der Bewegung‹ V. Der Garnisonfriedhof nach der ›Machtergreifung‹ VI. Standortfriedhof Lilienthalstraße / Der Zweite Weltkrieg VII. Nachkrieg Epilog Literaturverzeichnis Abbildungsverzeichnis Personenregister Arndt Beck, geb. 1973 am Niederrhein, freier Fotograf und Autor, lebt in Berlin. Arbeiten: Autopsie 2000 - Stillstand der Geschichte, Raum ohne Volk (Foto-Essays). Markus Euskirchen, geb. 1973, promov. Politologe, freier Journalist, Online-Redakteur und Filmemacher, lebt in Berlin. Arbeiten: Soldatenkörper (Kurzfilm), ...tapfer zu verteidigen... (Dokumentation), Militärrituale (Buch), lebt in Berlin. 978-3-87956-334-0 / 166 Seiten / zahlreiche Abbildungen und Fotos (schwarz/weiß und farbig) / Format 16x24 cm / lieferbar Euro (D) 24,80 / sFr 44,-- (unverbindliche Preisempfehlung) Weitere Informationen finden Sie auf der dazugehörigen Website: www.arndtbeck.com/nation/ |
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Clement de Wroblewsky "... dit Volk is doof, aba jerissen..." Korrespondenzen zum Rauchverbot Das Bundesverfassungsgericht hat am 30. Juli 2008 dem Eifer der Passisvraucherschützer, ein Rauchverbot in der Gastronomie möglichst eilig und restrektiv in gesetzliche Vorschriften umzusetzen, einen kräftigen Dämpfer verpasst. Es hat schlicht diese juristischen Machwerke mit dem Grundgesetz für unvereinbar erklärt und die Landesgesetzgeber zu einer Neuregelung bis zum 31. Dezember 2009 aufgefordert. Bis zu dieser Neuregelung sollten die Einschränkungen des Rauchens unter Einhaltung bestimmter Kriterien aufgehoben werden. - Dass es zu diesem Urteilsspruch kam, geht u.a. auch auf die Klage einer Berliner Gastwirtin zurück. Das BVG musste sich deshalb auch mit einer berlintypischen Art von Gastronomie, der Eckkneipe und ihren Verhältnissen befassen (im juristischen Neologismus des BVG: getränkegeprägte Kleingastronomie). Es entschied für die Klägerin und erlaubte das Rauchen aus Wettbewerbs- und Verhältnismäßigkeitsgründen dort. - Das Ordnungsamt Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin (Bezirksbürgermeister Grüne, Wirtschaftsstadtrat SPD) beeindruckte das wenig. Es fuhr unbeirrt fort, ohne und mit Kenntnis des Urteilstextes Kontrollen durchzuführen und Bußgeldbescheide zu verschicken. Bis es auch bei dem Kreuzberger Gastwirt des Café Jenseits fündig geworden zu sein glaubte und ihm einen Bußgeldbescheid präsentierte. Aber da hatte es buchstäblich die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Es entsteht ein Schlagabtausch zwischen sperrig begründeten, sich steigernden Bußgeldbescheiden und bissig-ironischen Einsprüchen. Für juristisch Interessierte eine Fundgrube subtiler Urteilsexegese, Formulierungsenthusiasten kommen wegen des durchgängigen Sprachwitzes des Gastwirts auf ihre Kosten und die Kritiker des Behördenwahnsinns können sich an der Chuzpe erfreuen, mit der ein nicht obrigkeitsserviler Bürger die Selbstzuschreibung der Kompetenz einer Behörde auf Augenhöhe pariert und sie bloßstellt als das, was sie allenfalls ist: Inkompetenzkompensationskompetenz. 3-87956-341-8 / 223 Seiten / lieferbar Euro (D) 14,80 / sFr 27,50 (UVB) |
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Alexander Krohn alle keine namen Gedichte und Texte - ausgewählt von Bert Papenfuß eintönig beim friseur unter der am hals zusammengeschnürten schürze die minuten zählen schweißausbrüche ein gutes dutzend anderer beispiele wäre es nicht traurig wäre es zum lachen die entspannung in der leeren nebenstraße wie das lösen von 20 mg dikali-umchlorazepat in der blutbahn aus der überfüllten u-bahn gleich nach der flucht aus der fußgängerpassage mein leben verläuft recht eintönig ständig passiern die verrücktesten sachen notiz zu kapielskis internationalem verkanntentreffen zu schade daß die masche mit dem postunruhm der gewöhnlich im höheren alter einsetzte durch ist in gewisser weise mußte es so kommen und so soll es sein streng genommen sogar eigenes verschulden man hätte könnte müßte meine erfolgslosigkeit werde ich euch nie verzeihn zwischen den gedichten lesen lyriker spielen im parasitären künstlergeflecht eine ganz spezielle geige bäume fallen kohle brennt doch das weiße bleibt der überwiegende teil einer seite 3-87956-337-1 / 79 Seiten / 19 Abbildungen / schw./w. / Format 13,2 x 20,2 / lieferbar Euro (D) 10,-- / sFr 19,-- (unverbindliche Preisempfehlung) |
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Bert Papenfuß RUMBALOTTE CONTINUA - Folge 6 Bert Papenfuß ist grundanders. Sachen hat er erlebt, die glaubt einem wieder keiner. Gedichte hat er geschrieben, die unmöglich von ihm sein können - aber ein anderer bleibt nicht übrig. In feinster Poesie gibt er in diesem Band seine Ansichten über Anziehungskraft, Zeitrechnung, Jugendmode, Dreifel, Zweifel und Einfall kund. Jedes Gedicht hat den Kaloriengehalt eines doppelten Aquavits. Stures Lesen unterfordert den Text, man muß schon den Hutständer bemühen, dafür gibt es auch aufmunternde Worte: "Du selbst bist die Festplatte. In dir ist alles drauf." Der große Kultivator der kleinen Fußnote spickt seine Gedichte mit Sachtexten, Nachrufen, Schlagerzeilen, Kaufhallendialogen und jeglichem Scheißdreck, mit dem er uns irgendwie anmachen und animieren kann. Hier kommen Texte von einem, der angreift und seine Rückzugsgebiete und Schlupfwinkel beharrlich verteidigt, ganz egal, ob der Prenzlauer Berg gerade in oder out ist. In einem Alter, wo andere anfangen abzuflachen, wird Bert immer besser - "aus einem waschechten Anarchisten kann man keinen Erwachsenen rauskitzeln". Alexander Krohn 3-87956-340-1 / 48 Seiten / 1 Abb. / schw./w. / Format 17 x 24,5 cm / Grafiken von Silka Teichert / lieferbar Euro (D) 10,-- / sFr 19,-- (unverbindliche Preisempfehlung) |
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Sylvana Dietel MOBILE BILDUNGSBERATUNG UND NACHHALTIGE ENTWICKLUNGSCHANCEN Mobile Bildungsberatung hat zum Ziel, bildungsferne bzw. bildungsungewohnte Zielgruppen aufzusuchen, ausfindig zu machen, zu kontaktieren, zu unterstützen und schrittweise zu begleiten. Doch wie lässt sich eine Nachhaltigkeit mobiler Beratung z. B. in Form von Wirkungen, Bestärkungen und Entwicklungen beschreiben oder gar messen? Was kann unter nachhaltiger Entwicklung verstanden werden? Die vorliegende Publikation setzt hier an und verweist neben der Netzwerkarbeit auf die starke Motivationsarbeit in Form von Gelingen der Kontaktaufnahme bis zur Bildungsstabilisierung und Bildungsberatung. Das geschieht über die Beschreibung der Ergebnisse, der intendierten und nicht-intendierten Wirkung der Arbeit in Bezug auf die Zielgruppen. Im ersten Teil wird theoretisch den Facetten von Lernen, Bildung, Beratung und der Frage, was diese langfristig, ressourcengestützt und nachhaltig leisten können, nachgegangen. Im zweiten Teil werden systematisch und praxisnah die konkret beschreibbaren Ergebnisse und Wirkungen der Arbeit der mobilen Bildungsberatung dargestellt. 978-3-87956-336-4 / 107 Seiten / zahlreiche Abbildungen und Tabellen farbig und schwarz/weiß / lieferbar Euro (D) 15,-- / sFr 27,90 |
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Michael Bakunin KONFLIKT MIT MARX Teil 2: Texte und Briefe ab 1871 Einleitung Wolfgang Eckhardt Der Konflikt zwischen Bakunin und Marx ist im Band 5 bis 1870 dokumentiert. Der Band 6 behandelt ab 1871 die folgenden Jahre, in denen der Konflikt seinen Höhepunkt und internationale Ausdehnung erreichte. Er enthält neben einer ausführlichen Einleitung des Herausgebers eine Vielzahl von erstmals übersetzten oder bisher unbekannten Materialien, unter anderem zu den internationalen Diskussionen über die Resolution der Londoner Konferenz und über die Revision der Statuten der Internationalen. Einen Schwerpunkt bildet die Dokumentation über den Haager Kongress der Internationale. Aus dem Inhalt: Michael Bakunin: An die Genossen der Juraföderation / Bakunins Kapital-Übersetzung / Sergej Necaev: Russische Revolutionsgesellschaft / Michael Bakunin: Programm und Ziel der revolutionären Organisation der nationalen Brüder / Diskussion und Abstimmung des Haager Kongresses über den Ausschluss von Bakunin, Guillaume und Schmitzguébel / Michael Bakunin: An die Redaktion der "Liberté" / Michael Bakunin: Schrift gegen Marx / Resolution des "internationalen anti-autoritären Kongresses" / Zirkular des Komitees der Juraföderation / Carlo Cafiero an / Friedrich Engels Michael Bakunin (1872) an Karl Marx: "Zwischen Eurer Politik und der unseren klafft in der Tat ein Abgrund. Ihr wollt mit aller Gewalt den Staat beibehalten, dieses erste und letzte Bollwerk aller Ausbeuter der arbeitenden Bevölkerung, dieses uralte Gefängnis oder Zuchthaus, über dessen Eingangstor die beiden trügerischen und verhängnisvollen Worte Vaterland und Religion stehen, in deren beider Namen die Entfaltung des Volkslebens stets unterdrückt und Millionen Besitzloser dazu verurteilt wurden, eine stumpfsinnige, geknechtete, elendige Existenz zu führen, um einigen privilegierten Minderheiten ein Höchstmaß an geistiger Kultur, Freiheit und Wohlstand zu gewähren. Als Politiker, als bourgeoise Radikale, die sich sozialistisch geben, als doktrinäre und autoritäre Kommunisten oder Staatssozialisten wollt Ihr dieses Gefängnis nicht zerstören; Ihr wollt es nur reformieren, es durch verfassungsmäßige Mittel und das, was ihr legale Betätigung nennt, verbessern; Ihr begnügt Euch damit, das Gefängnis zu erweitern, und bildet Euch ein, es in eine erträgliche und angenehme Behausung für jene Volksmassen zu verwandeln, die dort ebenso eingesperrt und gefangen wären, wie sie es heute in ihrem alten Gefängnis sind! Und Ihr glaubt allen Ernstes, das Volk würde Euch seinen starken Arm leihen, um gegen sich selbst dieses neue Gefängnis zu errichten! Nun, wir teilen weder Eure Hoffnungen noch Eure Wünsche, weder Eure Pläne noch Eure Illusionen! Wir meinen, dass die Volksmassen aller Länder Europas der ewigen Freiheitsberaubung überdrüssig sind, sie wollen keine bevormundenden und wohltätigen Kerkermeister mehr, noch irgendwelche Gefängnisse. Wir sehen sie überall nach Freiheit verlangen, nach Sonne und Luft zum Atmen; und mit ihnen und gegen Euch fordern wir lautstark nicht die Reform, sondern die Zerstörung aller Gefängnisse: die Abschaffung des Staates, aller Staaten." 978-3-87956-342-5 / ca. 200 Seiten ca. Euro (D) 18,-- / ca. sFr 32,90 |
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Kai Artinger DAS MUSEUM Kriminalroman Die Handlung in diesem Kriminalroman ist in Berlin und vor allem in New York angesiedelt. Ein Erpresser droht 1952, einen Sprengsatz im Museum der New Yorker Frick Collection zu zünden. - Auf den Namensgeber des Museums, den Industriellen Henry Clay Frick, verübte der russische Anarchist Alexander Berkmann, Freund von Emma Goldman, im großen Homesteadstreik in Pittsburgh im Jahre 1892 ein Attentat, weil dort zehn Arbeiter erschossen worden waren. - Zur Erinnerung an die toten Arbeiter bedroht der Erpresser die Museumsleitung. Doch für diese sind seine Forderungen unannehmbar. Als der Erpresser erkennt, dass die Gegenseite ihn nicht ernst nimmt und auf Zeit spielt, entschließt er sich, seine Drohung wahrzumachen. Das Ultimatum läuft. Dann verschwindet der Museumsdirektor. - Dieser Kriminalroman ist für Krimi- und Thriller-Leser, New-York-Touristen, Museumsbesucher und Kulturinteressierte, Kunst- und Kulturhistoriker, die an der Arbeiter- und Anarchismusgeschichte der USA interessiert sind, ein Muss. Aus dem Inhalt: Das Attentat / Eine Überraschung kommt selten allein / Kitschfreie Zone / Die Erpressung / Das Schiffshospital / Zu Tode erschrocken / Halbwahrheiten / Der merkwürdige Kabinennnachbar / Tote bewegen sich nicht / Reden ist Silber, Schweigen ist Gold / Teuflische See / In den Baumwipfeln New Yorks / Das Telegramm / Rubens im Straßengraben / Ankunft im amerikanischen Traum / Licht im Dunkel / Das "größte" Museum der Welt / Die Schlacht am Monongahela-Strom / Unbegründete Sorge / Der brennende Fluss / Patriotische Gefühle / Der Verdacht / Verheerende Niederlage / Explosiver Lesestoff / Das beste Pferdchen im Stall / In der Tiefe der Archive / Alice Im Reich der Vogelkundler / Malerin gesucht / Der Mönch in der 67. Straße / Unter der Erde / Großalarm in Central Park / Venezianische Albträume / Staatenlos / Eine Stadt im Dunkeln Über den Autor: Kai Artinger ist promovierter Kunsthistoriker, Ausstellungskurator, Publizist und Autor zahlreicher Bücher. 2001 baute er in Lübeck das Forum für Literatur und Bildende Kunst / Günter Grass-Haus mit auf und leitete es bis 2006. Zuletzt erschien von ihm: Paula Modersohn - Der andere Blick. 978-3-87956-344-9 / ca. 220 Seiten ca. Euro (D) 18,-- / ca. sFr 32,90 |
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Johanna Rottenbach ANARCHIE UND SPIRITUALITÄT Noch immer scheuen sich viele Menschen davor, eine Existenz jenseits des Materiellen anzuerkennen. Dass sie damit einen jahrhundertealten Dualismus aufrechterhalten und unbewusst das gedankliche Erbe dieser zerstörerischen Zivilisation fortführen, wird in der anarchistischen Szene völlig unhinterfragt übernommen. Durch die berechtigte Abgrenzung zu den Religionen ist der libertäre Diskurs von der Suche nach dem Selbst abgekommen Damit soll nicht an die verstaubten Theorien des Individualanarchismus angeknüpft werden, sondern die Suche nach dem wirklichen Selbst beginnen. Ein Selbst, das mehr ist als eine vorgefertigte Schablone der Persönlichkeit oder Psyche. Spiritualität hat in diesem Sinne nichts mit Tarotkarten oder Räucherstäbchen zu tun, sondern bezeichnet das wieder erlangte Bewusstsein der Menschen über ihre energetische Existenz als Teil eines unendlichen Kosmos'. Dass die Logik des politischen Handelns mit der Mystik des universalen Eins-Seins in keinem Widerspruch steht und ganz im Gegenteil fruchtbare Anknüpfungspunkte bietet, dies zu vermitteln, ist das Hauptanliegen der Autorin. Um Perspektiven zu erarbeiten, die, weitab vom politischen Kampf, das Individuum zurück in den Fokus rücken, wird der Anarchismus vor allem unter den Aspekten der Liebe, Toleranz und des Mitgefühls beleuchtet. Unzählige anarchistische Gemeinschaften und Projekte sind an ihren inneren Konflikten und Rivalitäten gescheitert. Noch heute stehen die verschiedenen Gruppierungen nicht nur der Staatsgewalt, sondern auch sich selbst feindlich gegenüber. Erst das Bewusstsein über die eigenen Blockierungen auf dem Weg zur Selbstbestimmung kann daran etwas ändern. Aus dem Inhalt: Ist selbstbestimmtes Leben möglich? Historische Belege für autonomes Leben / Matriarchale Gesellschaften / Religiöse Wurzeln / Antike bis Mittelalter / Moderne Was heißt selbst bestimmen? Anarchie als friedvolle Gesellschaft autonomer Individuen / Paradigmenwechsel in den Naturwissenschaften / Die Notwendigkeit eines befreiten Selbst / Auf dem Weg ins Paradies Wie wird es praktisch umgesetzt? Interview mit einem Anarchisten Entwicklungsmöglichkeiten Das Zusammenwirken von Anarchie und Spiritualität Ist Anarchie in sozialer Arbeit umsetzbar? Kritische Würdigung der sozialen Arbeit 3-87956-339-5 / ca. 140 Seiten Euro (D) ca. 14,80 / sFr ca. 27,50 |
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Christoph Ludszuweit WITZ IM SPRACHUNTERRICHT Lachendes Lernen / Learning by laughing / Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache Mit zahlreichen Zeichnungen und Cartoons von Gerhard Seyfried "Der Witz ist ein Vagabund, stromert herum, ist klassenunabhängig, ist ein Freier, lässt sich nicht in Anstandsketten legen, rüpelt, sorgt für Ärger und Belustigung. Er ist polygam, hat unendlich viele Erzeuger - und es wird uns nie gelingen, seinen Vater und seine Mutter dingfest zu machen. Seiner klandestinen Geschmeidigkeit ist es zu verdanken, dass Spürhunde und Häscher seine Erzeuger nie zu fassen kriegen." (Bernd Kramer) Kennen Se den? Die Lehrerin zur Klasse: "Die Vorsilbe ‚un' bedeutet immer etwas Schlechtes, zum Beispiel: Unglück, Unfall, unpassend. Kann mir jemand ein anderes Beispiel nennen?" - Die kleine Mathilde meldet sich: "Unterricht!" (Modalverb können, direkte Frage, reflexives Verb) - Lehrerin: "Wo lebte der Prophet Elias?" - Schülerin: "In der Wüste!" - "Richtig. Und wie nennt man die Männer, die sich in die Wüste zurückziehen und alles dem lieben Gott opfern?" - "Wüstlinge!" (direkte Frage, Relativsatz). - Im Deutschunterricht fragt der Lehrer: "Um welche Zeitstufe handelt es sich bei dem Satz: ‚Eigentlich hättest du nie geboren werden dürfen'?" - Erst betretenes Schweigen, dann aus der letzten Bank: "Präservatif defekt!" (Konjunktiv II, Passiv, Modalverb dürfen) Aus dem Inhalt: Christoph Ludszuweit Überraschung und Gelächter / Lachend lernen, heißt gut lernen / Die politische Sprengkraft von Witzen / Beispiele des Einsatzes von Witzen für den Sprachunterricht Deutsch als Fremdsprache / Der Witz als Tabubrecher / Witze erhöhen die Sprachkompetenz / "Ethnische" Witze / Witze als Täuschungsmanöver / Der soziolinguistische Aspekt des Witzes / Witzkategorien: Schule, Militär, Kultur, Religion, Sexualität, Politik Gerhard Seyfried Radikalreform der deutschen Sprache "Witz ist das Niesen des Gehirns. Und ein immer witziger Mensch etwas so Unausstehliches und Un-appetitliches wie ein Kerl, der einen chronischen Schnupfen hat, aber kein Taschentuch." (Alfred Polgar) "Der Witz ist das einzige Ding, was um so weniger gefunden wird, je eifriger man es sucht:" (F. Hebbel) 3-87956-316-0 / ca. 100 Seiten Euro (D) ca. 12,80 / sFr ca. 24,-- |
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Helmut Bucher / Peter Funken / Helmut Höge / Thomas Kapielski / Bernd Kramer / Heinz Werner Lawo EIN FALL VON VERDECKTER EROTIK IN DER NEUGRIECHISCHEN MALEREI Das Übermalen von Bildern hat eine lange Tradition. Entweder nahm der Künstler, von einer Schaffenskrise heimgesucht, die "Korrektur" vor oder er befand, dass der erste Entwurf nicht mehr seinen eigenen Vorstellungen oder denen des Auftraggebers entsprach. - Ein Beispiel hierfür finden wir bei Courbet. Im Auftrage des Frühsozialisten Pierre-Joseph Proudhon hatte Courbet die Familie gemalt. Plötzlich bestand der Auftraggeber darauf, die Gattin aus der Idylle zu verbannen. Der Maler tat es. Die Frau verschwand hinter einem Strauchwerk. Ist der schöpferische Eingriff vom Meister ins Werk legitim, so ist das Übermalen von fremder Hand frevelhaft und respektlos. Diesen Respekt z.B. verweigerte der Schmierer Alexander Brener: er besprühte Malewitschs "Schwarzes Quadrat" mit einem goldenen Dollarzeichen. Im Falle der verdeckten Erotik haben wir ein zeitgenössisches Beispiel von unglaublich blasphemischer Unverfrorenheit. Das Werk des Malers Helmut Bucher wurde von einen Anstreicher "korrigiert" - die Auftraggeberin bestand darauf. 3-87956-315-2 / ca. 96 Seiten / zahlreiche Abbildungen Euro (D) ca. 12,80 / sFr ca. 22,50 |
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Benjamin Péret ICH ESSE NICHT VON DIESEM BROT - Je ne mange pas de ce pain-lá Schmähgedichte Herausgegeben, aus dem Französischen übersetzt, mit einem Glossar und Anhang versehen von Heribert Becker Benjamin Péret (1899-1959), einer der bedeutendsten surrealistischen Dichter, sah den Zustand unseres Planeten als einen himmelschreienden Skandal. Für ihn stand die Welt - bevölkert von Hunderten Millionen Menschen ohne Aussicht auf ein menschenwürdiges Dasein, geschunden und verwüstet von unzähligen Kriegen, beherrscht von menschenverachtenden, machtbesessenen Unterdrückern, Ausbeutern und Parasiten - völlig auf dem Kopf, und es ging ihm als Dichter und auch als Revolutionär darum, sie wieder auf die Füße zu stellen. Verbal tat er dies mit einer Sammlung von Gedichten - Ich esse nicht von diesem Brot -, in denen er mit Schmähungen und Verwünschungen, wie sie in der Literatur des 20. Jahrhunderts beispiellos sind, über die Mächtigen dieser Welt und alles, was ihnen heilig ist, herfällt. "Selten", schrieb seinerzeit Raoul Vaneigem über diese berserkerhaften Texte, "hat die Wucht der Verachtung im Kampf gegen die Unterdrückung und gegen die Dummheit der Macht eine derart rohe Ausdruckskraft erreicht." 3-87956-314-4 / ca. 140 Seiten / zweisprachig / mit farbigen Zeichnungen von Arrabal Euro (D) ca. 16,80 / sFr ca. 31,-- |