Karin Kramer Verlag Neuerscheinungen
und Neuauflagen
2011
   

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Bernd Kramer / Erik Steffen (Hg.)
Erinnerungen an einen Unangepassten
Ludwig Nikolai Menkhoff (1923 - 2008)
Seemann - Anarchist - Ikonenmaler

"Mein kleines Russland" nannte er seine Kreuzberger Wohnung. Ludwig Nikolai Menkhoff war ein Mensch voller Widersprüche in einem Kiez ohne Widerrede. Er hat Kreuzberg fotografiert, als wäre es von Zille gemalt. Der Mann hinter der Kamera war ein Zerrissener. Soldat in Russland, lange Gefangenschaft, dann als Seemann auf den Weltmeeren. Sesshaft geworden arbeitete er in verschiedenen Druckereien und Elektrobetrieben.
Sinnsuche in der Kirche und in Kaschemmen. Erlebte seelische Abstürze. Freunde halfen ihm, unterstützten ihn.
Widersprüchlich so vieles: er hasste den Staat, las die Schriften der russischen anarchistischen Klassiker: Michael Bakunin, Peter Kropotkin, Leo Tolstoi - und war dennoch zugleich zutiefst gläubig. Die russisch-orthodoxe Kirche gab ihm Halt und das fand in den von ihm gemalten Ikonen seinen künstlerischen Ausdruck - Heilige, die Mutter Gottes, die Zarenfamilie... - Das passt alles irgendwie in kein Raster: Ludwig Nikolai Menkhoff, der gläubige Anarchist!
Eine Biografie des 20. Jahrhunderts voller Widersprüche und Brüche.
In Briefen, Faksimiles und Fotos wird ein spannendes Stück biografischer Erinnerungen sichtbar und die lassen verschiedene Deutungsmöglichkeiten, persönliche, historische, museale zu. Wir erfahren, was es heißt, in Berlin-Kreuzberg gelebt zu haben und dort gestorben zu sein.

978-3-87956-345-6  /  72 Seiten  /  zahlr. Abbildungen schw.-w. und farbig  /  lieferbar
Euro (D) 10,--  /  sFr 14,90 (unverbindliche Preisempfehlung)
   

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Henning Rabe
Regenrausch und Opium - Eine Reise durch das sozialistische Laos

"Der Tourist ist extraterritorial wie ein Landstreicher, aber im Gegensatz zum Landstreicher erlebt er seine Extratorrialität als ein Privilegium und als Unabhängigkeit, als das Recht, frei zu sein und zu wählen."
(Zygmunt Baumann, Postmodern Ethics)

Der Autor nimmt uns mit auf eine unterhaltsame, teilweise sehr abenteuerliche Reise durch ein wenig bekanntes, feuchtwarmes, stilles Land: in die sozialistische Republik Laos.
Während in den verschlafenen Städten am Mekong die Theorien der alleinregierenden Parteiführung mit den Ideen von Profit und ausländischen Investitionen abgeglichen werden, stellen sich den Bewohnern des nördlichen Hochlandes wesentlich existentielle Überlebensfragen.
Auf Trucks, umgebauten klapprigen LKWs, dem Fahrrad und äußerst fragilen Flußbooten hat der Autor die Region allein durchquert und Einblicke in einen ernüchternd kargen Alltag der Bewohner gewonnen. Er drang in den nördlichsten Zipfel des Landes und in das Goldene Dreieck vor, besuchte die Dörfer verschiedener kleiner Volksgruppen und schildert fotorealistisch und humorvoll die Begegnung mit Gesellschaften, die sich nur den Zyklen des Regens und des Opium-Anbaus verpflichtet fühlen.

***

"Ich gehe in ein altes einstöckiges Schulgebäude, die Schüler haben die Klassen schon verlassen. Vier Klassenräume. Türen gibt es nicht. Die Stühle ohne Lehnen. Grob gehobelte Schulbänke in Zweierreihen. Die mit Kreide vollgeschriebene Tafel, auf der ich zwischen den - dem geheimnisvollen alten Thai-Alphabet entstammenden - Schriftzeichen die in arabischen Zahlen geschriebene Jahreszahl 1917 sehe.
Heute wurde also die russische Revolution durchgenommen. Das verwundert mich zuerst über die Maßen - obwohl es eigentlich gar keinen Grund dafür gibt, denn in diesem Land, in dem so lange uneingeschränkt der greise Regierungschef herrscht und der Sozialismus Staatsdoktrin ist, wird diese historische Phase unumstößlich zum Geschichtsunterricht gehören."

Aus dem Inhalt:
Nocturne / Kinop in Phongsaly / Penderecki und die wilden Pferde / Zornige Wasser / Das Ohr des Sozialismus / Stalker / Tempeldisco in Muong Sing

978-3-87956-346-3  /  ca. 192 Seiten
Euro (D) ca. 16,80  /  sFr ca. 24,50 (unverbindliche Preisempfehlung)
   

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Michael Otto
Topographie der Stille
Radierungen aus Berlin (West) 1969 - 1982

West-Berlin war ein unwirklicher Ort. Jenseits plakativer Bezeichnungen wie "Frontstadt" oder "Selbstständige Politische Einheit" war es ein politisch höchst fragiles Gebilde mit überalterter Bevölkerung und schrumpfender Industrie, von Subventionen nur mühsam am Leben erhalten. In den siebziger Jahren, zwischen Viermächteabkommen und S-Bahn-Streik, befand sich die Teilstadt in einem besonderen Zwischenzustand der Stille; durch die neue Ostpolitik hatte sich die politische Situation teilweise entspannt, doch viele wirtschaftliche und soziale Probleme bestanden fort, die außerhalb West-Berlins immer weniger wahrgenommen wurden. Städtebaulich setzte der Berliner Senat noch lange auf eine hochsubventionierte Kahlschlagsanierung der gründerzeitlichen Mietskasernen; als Reaktion darauf begann 1971 mit der Besetzung des ehemaligen Krankenhauses Bethanien die lange Geschichte der Hausbesetzungen in West-Berlin. Von 1971 bis 1981 stellte der Berliner Graphiker Michael Otto in zahlreichen Radierungen ein West-Berlin jenseits touristischer Werbung, Sozialromantik und demonstrativer Anklage vor. Seine Motive fand er häufig in den Stadtteilen der Hausbesetzer und Stadtsanierer. Die Mauer hatte hier ebenso ihren Platz wie der Beton der Stadtautobahn, es finden sich Abrisshäuser und Hinterhöfe, die verwahrlosten S-Bahnhöfe ebenso wie wilhelminische Großkirchen, der Schöneberger Gasometer oder die Hochbahn, aber auch Teltowkanal und Havel. Die Straßen sind meist wie ausgestorben, nur wenige Passanten sind zu finden, Autos fast überhaupt nicht. Bauwagen sind sein häufiges Motiv, doch auf den Baustellen scheint die Zeit stillzustehen. Und tatsächlich war die Berliner Bauwirtschaft in dieser Zeit mehr von Bauskandalen als von Neubauten geprägt. Wenige Künstler haben diese bleierne Stimmung im West-Berlin der siebziger Jahre so präzise dargestellt wie Michael Otto. Mit "Topographie der Stille" liegen erstmals sämtliche Berlin-Motive im graphischen Werk des 1938 geborenen Berliner Malers und Graphikers vor.

Ein Essay von Dr. Martin Schmidt stellt im Anhang einen zu wenig bekannten Chronisten des alten West-Berlins vor.

Aus dem Inhalt:
Martin Schmidt: Stille Winkel und übersehene Orte. Betrachtungen zur Topographie des Unscheinbaren in Michael Ottos Berlin-Radierungen
Michael Otto: Berliner S-Bahn - Eine Erinnerung

978-3-87956-357-9  /  121 Seiten  /  102 Abbildungen schw.-w.  /  lieferbar
Euro (D) 18,--  /  sFr 25,90 (unverbindliche Preisempfehlung)
   

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Jürgen Schneider
RMX »Remix«
Roman im rasanten Assoziationsgelopp

In Jürgen Schneiders vor allem aus Zeitungsausschnitten collagierten Debütroman gibt es keinen kohärenten Handlungsfortgang, keine anschaulich gemachten Figuren, kein Happy End. In diesem Remix aus Textbruchstücken reist ein geschlechtlich nicht bestimmtes Ich durch die von der Krise geschüttelten USA, treibt sich in Zürich, München, Berlin, Bayreuth und Salzburg, in Indien, Nordkorea, Grönland, in der Ukraine, in Italien und Dubai herum, trifft beim Picknick Ex-Kanzler Kohl und Banker Ackermann, besucht in Wien die Toten und lässt sich in Südamerika den Kalender der Maya erklären.
In einem rasanten Assoziationsgalopp geht es um den Kunstmarkt, die Ware Kunst und um Künstler (von John Constable über van Gogh bis zu Jonathan Meese, Andreas Gursky, Damien Hirst, Ai Weiwei und Sigmar Polke), um urbane Tristesse, Elend, Streik, um die Linke und Globalisierungsgegner, Revolution und Terror, um Mode, Cocooning, Wellness und Yoga, um Literatur in ihrer marktkonformen Ausprägung, um das Internet, ums Essen und gar um Staubsauger.
In der atemberaubenden Raserei finden sich philosophische Anspielungen (auf Platon, Kant, Marx, Adorno, Benjamin, Heidegger, Agamben) ebenso wie zahlreiche popkulturelle Verweise (z. B. auf Madonna, Lady Gaga, Grace Jones, Amy Winehouse, auf Lou Reed, Blixa Bargeld, John Zorn, Kraftwerk, The Residents).
In RMX verschieben und vermischen sich die vom Yellow-Press-Trash bis hin zum Wissenschaftsjargon reichenden Sprachebenen ständig. Hinein montiert sind zudem: ein langes Interview (über die Möglichkeiten der Kunst), ein Auszug aus einem weiteren, in Irland angesiedelten Roman sowie das Fragment eines Theaterstückes über den Krieg in Afghanistan. Als Subtext fungieren Fußnoten von oft epischem Ausmaß, Fundgruben des Irrsinns, erkenntniserweiternd und lehrreich.

978-3-87956-358-6  /  174 Seiten  /  lieferbar
Euro (D) 18,--  /  sFr 25,90 (unverbindliche Preisempfehlung)
   

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Aimé Césaire
REDE ÜBER DEN KOLONIALISMUS und andere Texte
Herausgegeben und aus dem Französischen übersetzt von Heribert Becker

Aimé Césaire, 1913 auf der Karibikinsel Martinique geboren und dort im April 2008 verstorben, gilt als einer der bedeutendsten schwarzen Dichter des 20. Jahrhunderts. 1934 gründete er in Paris die Zeitschrift L'Etudiant noir, womit die von ihm sowie von Léopold Sédar Senghor und Léon-Gontran Damas initiierte Négritude-Bewegung begann. Unter Négritude ist die Gemeinschaft aller Schwarzen, ihre lange Geschichte unsäglichen Leidens unter Sklaverei, Kolonialismus und Rassismus sowie die Wiederentdeckung ihrer kulturellen Leistungen in Afrika zu verstehen. Ziel der Bewegung war es, den schwarzen Menschen in aller Welt das Bewusstsein zu vermitteln, dass ihre in Afrika wurzelnden kulturellen Traditionen der Kultur der sie als primitiv diffamierenden und zu Arbeitstieren degradierenden Weißen nicht unterlegen seien. Césaire appellierte an alle Schwarzen, ihr Minderwertigkeitsgefühl gegenüber den Weißen abzulegen, sich von deren totaler Dominanz zu befreien und durch eine Rückkehr zu ihren afrikanischen Ursprüngen zu einer eigenen Identität zu finden. Mit diesen Ideen bereitete die Négritude-Bewegung geistig den Entkolonialisierungsprozess vor, der nach dem 2. Weltkrieg in vielen bis dahin kolonisierten afrikanischen Ländern in Gang kam.

Aus dem Inhalt:
Vorwort / Texte aus der Zeitschrift Tropiques (1941-45): Einführung in die amerikanische Negerdichtung; Einführung in die martinikanische Folklore; Kreolische Märchen; Anstelle eines literarischen Manifests; Ausblick; Offener Brief an seine Eminenz Varin de la Brunelière, Bischof von Sain-Pierre und Fort-de-France; Hommage an Victor Schœlcher / Rede über den Kolonialismus (1950) / Rede über die Négritude (1987)

Als Lyriker trat Césaire erstmals 1939 mit seinem berühmten Gedichtband Cahier d'un retour au pays natal hervor, der sich wie ein einziger langer Schrei des Zorns und der Empörung über das den Schwarzen angetane Leid liest und von dem André Breton, ein Freund Césaires, sagte, er sei "nicht mehr und nicht weniger als das größte lyrische Monument unserer Zeit". Später veröffentlichte Césaire weitere Gedichtbände wie Les Armes miraculeuses (1946), Soleil cou coupé (1947) und Ferrements (1960) sowie mehrere Theaterstücke, die in den 60er und 70er Jahren weltweit gespielt wurden. Während des 2. Weltkriegs gab der Dichter auf Martinique die Zeitschrift Tropiques heraus, die die Ziele der Négritude vertrat und trotz Zensur mutig gegen Faschismus und Unterdrückung opponierte. Unser Auswahlband enthält einige Texte Césaires aus dieser Zeitschrift.
Spätestens seit 1945 betätigte sich der große Lyriker auch konkret politisch: Er war 56 Jahre lang (!) Bürgermeister der martinikanischen Hauptstadt Fort-de-France und saß von 1945 bis 1993 in der französischen Nationalversammlung. Das spektakulärste Zeugnis seines Kampfes um die politische und kulturelle Emanzipation der Schwarzen ist seine erstmals 1950 erschienene Rede über den Kolonialismus, in der Césaire mit flammenden Worten die Verbrechen und Gräuel anprangert, die jahrhundertelang von Weißen an Schwarzen verübt wurden. Die Kolonialgesellschaft seiner Zeit, schreibt der Dichter in diesem berühmten Text, der in den späten 60er Jahren zu den Klassikern der Studentenbewegung gehörte, sei "das ekligste Stück verdorbenen Fleisches, das je in der Sonne verfault ist", und er betont, "dass Europa vor der menschlichen Gemeinschaft Rechenschaft abzulegen hat für den höchsten Leichenberg der Geschichte".

978-3-87956-343-2  /  133 Seiten  /  lieferbar
Euro (D) 18,--  /  sFr 25,90 (unverbindliche Preisempfehlung)
   

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Cornelia Hüge
Die Karl-Marx-Straße - Facetten eines Lebens- und Arbeitsraums

Die Karl-Marx-Straße, seit der Gründerzeit Stadtzentrum Rixdorfs/Neuköllns, in den 1920er und 1930er Jahren Schauplatz politischer Kämpfe, entwickelte sich nach 1945 zu einer der führenden Geschäftsstraßen Berlins. Dem Aufschwung in den 1980er Jahren folgten Jahrzehnte stetigen Abstiegs. Eine Aufbruchstimung kennzeichnet die Karl-Marx-Straße der Gegenwart. Die Magistrale wird in Kürze Sanierungsgebiet sein. Zukunftsvisionen lassen sie als erneut attraktives Stadtzentrum erscheinen.
Der Bild- und Textband über eine der traditionsreichsten Straßen Berlins erschien erstmals 2001, war schnell vergriffen und wurde seitdem immer wieder nachgefragt. Im Herbst 2010 wird er - überarbeitet und erweitert - erneut in den Buchhandlungen zu finden sein. Im Aufbau unverändert, nähert sich auch die neue Buchversion der Karl-Marx-Straße aus vielfältigen Blickwinkeln. Reine Bildseiten führen den Leser in die Thematik ein. Ein Überblick beleuchtet schlaglichtartig die Geschichte des Straßenzugs, bezieht auch dessen Zukunft mit ein. Im Hauptteil des Buches werden in punktueller Konzentration interessante Areale, architekturhistorisch bedeutende Bauten und u.a. auch Geschäftszentren der Karl-Marx-Straße dargestellt.
Etliche aktualisierte Kapitel spiegeln den Wandel, dem die Straße seit 2001 unterlag. Neue Kapitel, nicht nur zum Amtsgericht Neukölln, sowie zahlreiche neue Abbildungen erweitern die Erstversion des Buches um ca. 50 Seiten.

978-3-87956-352-4  /  295 Seiten, 300 Abbildungen schwarz/weiß, zahlreiche Dokumente  /  erw. und überarb. Neuauflage  /  lieferbar
Euro (D) 18,--  /  sFr 25,90 (unverbindliche Preisempfehlung)
   

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Bernd Kramer / Christoph Virchow (Hg.)
EIN FALL VON VERDECKTER EROTIK IN DER NEUGRIECHISCHEN MALEREI
Überlegungen zum Problem von Übermalungen in der Kunst.
Mit Beiträgen von Helmut Bucher / Peter Funken / Helmut Höge / Thomas Kapielski / Bernd Kramer / Heinz Werner Lawo / Christoph Virchow

Das Übermalen von Bildern hat eine lange Tradition. Entweder nahm der Künstler, von einer Schaffenskrise heimgesucht, die "Korrektur" vor oder er befand, dass der erste Entwurf nicht mehr seinen eigenen Vorstellungen oder denen des Auftraggebers entsprach. - Ein Beispiel hierfür finden wir bei Courbet. Im Auftrage des Frühsozialisten Pierre-Joseph Proudhon hatte Courbet die Familie gemalt. Plötzlich bestand der Auftraggeber darauf, die Gattin aus der Idylle zu verbannen. Der Maler tat es. Die Frau verschwand hinter einem Strauchwerk.
Ist der schöpferische Eingriff vom Meister ins Werk legitim, so ist das Übermalen von fremder Hand frevelhaft und respektlos. Diesen Respekt z.B. verweigerte der Schmierer Alexander Brener: er besprühte Malewitschs "Schwarzes Quadrat" mit einem goldenen Dollarzeichen.
Im Falle der verdeckten Erotik haben wir ein zeitgenössisches Beispiel von unglaublich blasphemischer Unverfrorenheit. Das Werk des Malers Helmut Bucher wurde von einen Anstreicher "korrigiert" - die Auftraggeberin bestand darauf.

3-87956-315-2  /  136 Seiten  /  23 Abb. schw./w., 26 Abb. farbig  /  lieferbar
Euro (D) 14,80  /  sFr 21,90 (unverbindliche Preisempfehlung)
   

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Kai Artinger
DAS MUSEUM
Kriminalroman

Die Handlung in diesem Kriminalroman ist in Berlin und vor allem in New York angesiedelt. Ein Erpresser droht 1952, einen Sprengsatz im Museum der New Yorker Frick Collection zu zünden. - Auf den Namensgeber des Museums, den Industriellen Henry Clay Frick, verübte der russische Anarchist Alexander Berkmann, Freund von Emma Goldman, im großen Homesteadstreik in Pittsburgh im Jahre 1892 ein Attentat, weil dort zehn Arbeiter erschossen worden waren. - Zur Erinnerung an die toten Arbeiter bedroht der Erpresser die Museumsleitung. Doch für diese sind seine Forderungen unannehmbar. Als der Erpresser erkennt, dass die Gegenseite ihn nicht ernst nimmt und auf Zeit spielt, entschließt er sich, seine Drohung wahrzumachen. Das Ultimatum läuft. Dann verschwindet der Museumsdirektor. - Dieser Kriminalroman ist für Krimi- und Thriller-Leser, New-York-Touristen, Museumsbesucher und Kulturinteressierte, Kunst- und Kulturhistoriker, die an der Arbeiter- und Anarchismusgeschichte der USA interessiert sind, ein Muss.

Aus dem Inhalt:
Das Attentat / Eine Überraschung kommt selten allein / Kitschfreie Zone / Die Erpressung / Das Schiffshospital / Zu Tode erschrocken / Halbwahrheiten / Der merkwürdige Kabinennnachbar / Tote bewegen sich nicht / Reden ist Silber, Schweigen ist Gold / Teuflische See / In den Baumwipfeln New Yorks / Das Telegramm / Rubens im Straßengraben / Ankunft im amerikanischen Traum / Licht im Dunkel / Das "größte" Museum der Welt / Die Schlacht am Monongahela-Strom / Unbegründete Sorge / Der brennende Fluss / Patriotische Gefühle / Der Verdacht / Verheerende Niederlage / Explosiver Lesestoff / Das beste Pferdchen im Stall / In der Tiefe der Archive / Alice Im Reich der Vogelkundler / Malerin gesucht / Der Mönch in der 67. Straße / Unter der Erde / Großalarm in Central Park / Venezianische Albträume / Staatenlos / Eine Stadt im Dunkeln

Über den Autor: Kai Artinger ist promovierter Kunsthistoriker, Ausstellungskurator, Publizist und Autor zahlreicher Bücher. 2001 baute er in Lübeck das Forum für Literatur und Bildende Kunst / Günter Grass-Haus mit auf und leitete es bis 2006. Zuletzt erschien von ihm: Paula Modersohn - Der andere Blick.

978-3-87956-344-9  /  286 Seiten  /  lieferbar
Euro (D) 18,--  /  sFr 25,90
   

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Benjamin Péret
ICH ESSE NICHT VON DIESEM BROT - Je ne mange pas de ce pain-lá
Schmähgedichte
Herausgegeben, aus dem Französischen übersetzt, mit einem Glossar und Anhang versehen von Heribert Becker

Benjamin Péret (1899-1959), einer der bedeutendsten surrealistischen Dichter, sah den Zustand unseres Planeten als einen himmelschreienden Skandal. Für ihn stand die Welt - bevölkert von Hunderten Millionen Menschen ohne Aussicht auf ein menschenwürdiges Dasein, geschunden und verwüstet von unzähligen Kriegen, beherrscht von menschenverachtenden, machtbesessenen Unterdrückern, Ausbeutern und Parasiten - völlig auf dem Kopf, und es ging ihm als Dichter und auch als Revolutionär darum, sie wieder auf die Füße zu stellen.
Verbal tat er dies mit einer Sammlung von Gedichten - Ich esse nicht von diesem Brot -, in denen er mit Schmähungen und Verwünschungen, wie sie in der Literatur des 20. Jahrhunderts beispiellos sind, über die Mächtigen dieser Welt und alles, was ihnen heilig ist, herfällt.
"Selten", schrieb seinerzeit Raoul Vaneigem über diese berserkerhaften Texte, "hat die Wucht der Verachtung im Kampf gegen die Unterdrückung und gegen die Dummheit der Macht eine derart rohe Ausdruckskraft erreicht."


3-87956-314-4  /  174 Seiten  /  zweisprachig (französisch/deutsch)  /  mit 5 farbigen Zeichnungen von Arrabal und 3 schw.-w. Zeichnungen von Rik Lina  /  lieferbar
Euro (D) 18,--  /  sFr 25,90 (unverbindliche Preisempfehlung)
   

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Alexander Losse
Strophen








XXII
Die Möwen fliegen, kaum gerührt von Dauer,
dem Bug voraus, der dunkle Wellen trennt.
In der Kajüte eine Kerze brennt.
Das Luftmeer schmeckt nach einer Art von Trauer.

XXV
Tage, die aus nichts bestehn,
wollen leise untergehn,
nicht im Fleisch begangen sein,
doch betäubt von mildem Schein.

XXVIII
Das Unpoetische, genannt das Wahre,
darf sich schlafend auf der Straße zeigen.
Traumlos klappern alle Jahre
durch das absatzhohe Schweigen.


"Danke für den Blick in Ihre >Strophen<, für die ich Sympathien habe, weil ich das kleiner Werdende mehr achte als das grösser Tuende."
Urs Engeler an den Autor

"Die Gedichte von Alexander Losse wirken zunächst befremdlich in ihrer zugleich liedhaften wie auch existentiellen Intonation. Die auftauchenden religiösen Metaphern verstärken dieses Befremden bis hin zu einer Verstörung, einer meditativen Art Sog, von dem man nicht weiß, in welche Rätsel er einen zieht, aber, dass dies, selbst wo die Gedichte grotesk aufleuchten, mit einer schönen, seltenen und unabgesicherten Ernsthaftigkeit geschieht."
Hendrik Jackson

Der Autor:
Alexander Losse, geb. 1974 in Teheran, studierte Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Philosophie in Mainz. Er arbeitet als Lektor im Stroemfeld Verlag und ist Redakteur der "Zeitschrift für psychoanalytische Theorie und Praxis".

978-3-87956-351-7  /  62 Seiten  /  lieferbar
Euro (D) 12,80  /  sFr 18,90 (unverbindliche Preisempfehlung)
   

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Wanderverein Bakuninhütte e.V. (Hrsg.)
"Rebellen-Heil" - Fritz Scherer - Vagabund, Wanderer, Hüttenwart, Anarchist

Ohne die lebenslange Begeisterung von Fritz Scherer (*13.05.1903 - †18.06.1988) für die Bakuninhütte wäre das Wissen um dieses Kleinod vermutlich verschüttet. Fritz Scherer war sein Leben lang mit den Erbauern der Hütte und deren Kindern befreundet. Er pflegte diese Freundschaften - auch in schweren Zeiten und über Grenzen hinweg - und hielt das Wissen um die Geschichte dieses Ortes so bei den Jüngeren wach.
Anlässlich des diesjährigen "Tag(es) des offenen Denkmals" am 12. September wurde auf dem historischen Grundstück der Bakuninhütte ein Gedenkstein für den ehemaligen Hüttenwart Fritz Scherer errichtet und es erschien diese Gedenkschrift.


"[...] Als Otto Walz erfuhr, daß ich als Gefangener bei den Russen war, befreite er mich aus deren Händen. Ich blieb noch einige Tage in Meiningen. Fast ein jedes Gespräch zwischen uns drehte sich um unsere alte "Bakunin-Hütte". Otto machte mir den Vorschlag, wieder als Hüttenwart dort oben zu fungieren, was ich aber ablehnte. Erstens hatte ich meine Familie in Berlin und zweitens würde ich nie und nimmer in die Partei, am allerwenigsten in die KPD eintreten. [...] Im November 1946 verstarb unser Freund Otto Walz an Krebs. Die letzten 14 Tage war täglich ein Mitglied der Kreispartei der KPD bei ihm am Krankenbett und da liegt die Vermutung nahe, daß Otto im Unterbewußtsein die Hütte mit Grund und Boden durch Unterschrift der Partei übergeben hat. Unsere übriggebliebenen Genossen, die dem einstigen "Siedlungsverein für gegenseitige Hilfe" angehörten, versuchten nun, ihre alte von ihnen erbaute Hütte wieder zurückzubekommen. Da wurde nach langem Hin und Her und langem Verhandeln mit den Russen gedroht. Was bei einer Diktatur dabei herauskommt, ist wohl jedem Menschen klar. Auch ohne Unterschrift von Otto hätten die sogenannten Kommunisten dieses Land mit Hütte beschlagnahmt. So ging das einstige, mit viel Mühe, Arbeit und Opfer erbaute Grundstück der Arbeiterschaft wieder verloren."
aus: Die Bakunin-Hütte. Eine Rückschau von Fritz Scherer, Berlin.

Neben einem Auszug aus "Auf großer Fahrt", dem Erlebnisbericht von Fritz Scherer als Wanderburschen, enthält die Schrift weitere autobiograpische Dokumente und Erinnerungen an ihn von 10 Freunden.

978-3-87956-350-0  /  64 Seiten mit DVD "Landstraße, Kunden, Vagabunden" Teil 1 und 2, kartoniert  /  lieferbar
Euro (D) 19,80  /  sFr 33,50 (unverbindliche Preisempfehlung)
   

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Arndt Beck / Markus Euskirchen
DIE BEERDIGTE NATION - »Gefallenen«-Gedenken von 1813 bis heute


Seit fast 200 Jahren spiegelt der Friedhof Columbiadamm in Berlin die Geschichte des soldatischen Sterbens für das Vaterland. 1813 begrub man dort in einem Massengrab Lazarett-Tote der sogenannten Befreiungskriege, etwa 50 Jahre später legte man ebenda - zwischen den Schießständen in der Hasenheide und dem Exerzierplatz Tempelhofer Feld - den Neuen Garnisonfriedhof (und heutigen Friedhof Columbiadamm) an. Seine Bedeutung erlangte er weniger durch prominente Beerdigungen als durch die erstaunliche Anzahl von Ehrenmalen, die sich im Laufe der Zeit dort ansammelten.
Neben Erinnerungen an die sogenannten Reichseinigungskriege von 1870/71 und an den kolonialen Völkermord (»Herero«-Stein) befinden sich dort vor allem die Denkmale der verschiedenen Regimenter und Garnisonen des Ersten Weltkriegs, die dem millionenfachen Sterben auf dem Schlachtfeld nachträglich einen »Sinn« zu geben versuchten oder zur Rache aufriefen.
Ergänzt wird die Darstellung mit dem 1938 in direkter Nähe eingerichteten neuen Heeresfriedhof Standortfriedhof Lilienthalstraße sowie einem vergessenen Kapitel der Berliner NSDAP vor 1933: der vor allem zwischen 1931 und 1933 genutzte und ebenfalls unweit davon gelegene »Friedhof der Bewegung«.
Das Buch Die beerdigte Nation richtet den Blick auf die Gedenkkultur um den Soldatentod, die - wie das in Berlin bereits im Bau befindliche Bundeswehrehrenmal zeigt (auf das Markus Euskirchen in seinem Beitrag eingeht) - ebenso aktuell wie in ihrem Wesen unverändert ist.

Inhaltsverzeichnis:
Markus Euskirchen - Mehr als ein Vorwort
Die Neue Wache und das geplante Ehrenmal für die Bundeswehr am Bendlerblock
Militärrituale und Räume der Militarisierung
Arndt Beck - Die beerdigte Nation
Prolog - Vom Sterben in den Lazaretten (1813)
I. Der ›Dennewitz‹-Friedhof
II. Der Neue Garnisonfriedhof
III. Der Erste Weltkrieg
IV. Die Weimarer Republik
Exkurs - ›Friedhof der Bewegung‹
V. Der Garnisonfriedhof nach der ›Machtergreifung‹
VI. Standortfriedhof Lilienthalstraße / Der Zweite Weltkrieg
VII. Nachkrieg
Epilog
Literaturverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Personenregister

Arndt Beck, geb. 1973 am Niederrhein, freier Fotograf und Autor, lebt in Berlin. Arbeiten: Autopsie 2000 - Stillstand der Geschichte, Raum ohne Volk (Foto-Essays).
Markus Euskirchen, geb. 1973, promov. Politologe, freier Journalist, Online-Redakteur und Filmemacher, lebt in Berlin. Arbeiten: Soldatenkörper (Kurzfilm), ...tapfer zu verteidigen... (Dokumentation), Militärrituale (Buch), lebt in Berlin.

978-3-87956-334-0  /   166 Seiten  /  zahlreiche Abbildungen und Fotos (schwarz/weiß und farbig)  /  Format 16x24 cm  /  lieferbar
Euro (D) 24,80  /  sFr 44,-- (unverbindliche Preisempfehlung)

Weitere Informationen finden Sie auf der dazugehörigen Website:   www.arndtbeck.com/nation/


   


 
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Horst Stowasser
LEBEN OHNE CHEF UND STAAT
Träume und Wirklichkeit der Anarchisten


Stowasser stellt seinem Buch das Motto Bakunins voraus: "Diejenigen, die immer nur das Mögliche fordern, erreichen gar nichts. Diejenigen , die das Unmögliche fordern, erreichen wenigstens das Mögliche." - Und Gerhard Zwerenz: "... Das zwanzigste Jahrhundert kennt nur eine einzige wahre Heldengeschichte, die Geschichte der Anarchos, die bisher noch jeden Kampf verloren haben, aber die nie besiegt worden sind."  Wer "Was ist eigentlich Anarchie?" gelesen hat, muß auch zu "Leben ohne Chef und Staat" greifen.

3-87956-120-6  /  200 Seiten  /  zahlreiche Abbildungen  /  Neuauflage
Euro (D) 14,80  /  sFr 21,90 (unverbindliche Preisempfehlung)
   

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Bernd Udo Schwenzfeier
Das Todeskommando - Protokoll eines politischen Attentats
Kriminalroman
Als die Führung einer ultrarechten Splittergruppe der IRA, die sich "Free Brotherhood of Ireland" nennt, erfährt, dass sich der britische Premierminister mit dem französischen Staatspräsidenten und dem deutschen Bundeskanzler im September 2003 zu politischen Konsultationen in Berlin treffen will, plant sie ein Attentat, um der Welt zu zeigen, dass es noch irische Patrioten gibt, die für die Freiheitsrechte der Nordiren eintreten und bereit sind, gegen die illegale Besetzung des Nordens durch die Briten zu kämpfen.
Unbemerkt von den deutschen Sicherheitsdiensten sickert eine selbstständig handelnde Zelle (active service units) von sechs Terroristen in die Stadt ein und beginnt mit den Vorbereitungen für den blutigen Anschlag. Dazu benötigen sie aber den geheimen Einsatzplan der Polizei. Um in den Besitz dieses Dokuments zu gelangen, entführen sie die Tochter und den Enkel des Staatsschutzbeamten Kriminalhauptkommissar Benjamin Schwalbach. Damit wollen sie ihn zur Herausgabe des geheimen Einsatzplans zwingen. Dem bleibt nicht viel Zeit, seine Angehörigen aus den Händen der Terroristen zu befreien und das Attentat zu verhindern, das in wenigen Tagen stattfinden soll. Mit Hilfe eines befreundeten BKA-Beamten und eines irischen Geheimdienstagenten nimmt Schwalbach den schier aussichtslosen Kampf gegen die fanatischen Patrioten auf. Ein gnadenloser Wettlauf mit der Zeit beginnt.
Aufgezeichnet wurde dieser Politthriller von einem Autor, der über lange Jahre hinweg beim Polizeilichen Staatsschutz des LKA Berlin in der Terrorismusbekämpfung tätig war.

978-3-87956-349-4  /  341 Seiten  /  lieferbar
Euro (D) 16,80  /  sFr 24,50 (unverbindliche Preisempfehlung)
   

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Michael Bakunin
KONFLIKT MIT MARX
Teil 2: Texte und Briefe ab 1871
Einleitung Wolfgang Eckhardt

Der Konflikt zwischen Bakunin und Marx ist im Band 5 bis 1870 dokumentiert. Der Band 6 behandelt ab 1871 die folgenden Jahre, in denen der Konflikt seinen Höhepunkt und internationale Ausdehnung erreichte. Er enthält neben einer ausführlichen Einleitung des Herausgebers eine Vielzahl von erstmals übersetzten oder bisher unbekannten Materialien, unter anderem zu den internationalen Diskussionen über die Resolution der Londoner Konferenz und über die Revision der Statuten der Internationalen. Einen Schwerpunkt bildet die Dokumentation über den Haager Kongress der Internationale.

Aus dem Inhalt:

Michael Bakunin: An die Genossen der Juraföderation / Bakunins Kapital-Übersetzung / Sergej Necaev: Russische Revolutionsgesellschaft / Michael Bakunin: Programm und Ziel der revolutionären Organisation der nationalen Brüder / Diskussion und Abstimmung des Haager Kongresses über den Ausschluss von Bakunin, Guillaume und Schmitzguébel / Michael Bakunin: An die Redaktion der "Liberté" / Michael Bakunin: Schrift gegen Marx / Resolution des "internationalen anti-autoritären Kongresses" / Zirkular des Komitees der Juraföderation / Carlo Cafiero an / Friedrich Engels

Michael Bakunin (1872) an Karl Marx: "Zwischen Eurer Politik und der unseren klafft in der Tat ein Abgrund. Ihr wollt mit aller Gewalt den Staat beibehalten, dieses erste und letzte Bollwerk aller Ausbeuter der arbeitenden Bevölkerung, dieses uralte Gefängnis oder Zuchthaus, über dessen Eingangstor die beiden trügerischen und verhängnisvollen Worte Vaterland und Religion stehen, in deren beider Namen die Entfaltung des Volkslebens stets unterdrückt und Millionen Besitzloser dazu verurteilt wurden, eine stumpfsinnige, geknechtete, elendige Existenz zu führen, um einigen privilegierten Minderheiten ein Höchstmaß an geistiger Kultur, Freiheit und Wohlstand zu gewähren. Als Politiker, als bourgeoise Radikale, die sich sozialistisch geben, als doktrinäre und autoritäre Kommunisten oder Staatssozialisten wollt Ihr dieses Gefängnis nicht zerstören; Ihr wollt es nur reformieren, es durch verfassungsmäßige Mittel und das, was ihr legale Betätigung nennt, verbessern; Ihr begnügt Euch damit, das Gefängnis zu erweitern, und bildet Euch ein, es in eine erträgliche und angenehme Behausung für jene Volksmassen zu verwandeln, die dort ebenso eingesperrt und gefangen wären, wie sie es heute in ihrem alten Gefängnis sind! Und Ihr glaubt allen Ernstes, das Volk würde Euch seinen starken Arm leihen, um gegen sich selbst dieses neue Gefängnis zu errichten!
Nun, wir teilen weder Eure Hoffnungen noch Eure Wünsche, weder Eure Pläne noch Eure Illusionen! Wir meinen, dass die Volksmassen aller Länder Europas der ewigen Freiheitsberaubung überdrüssig sind, sie wollen keine bevormundenden und wohltätigen Kerkermeister mehr, noch irgendwelche Gefängnisse. Wir sehen sie überall nach Freiheit verlangen, nach Sonne und Luft zum Atmen; und mit ihnen und gegen Euch fordern wir lautstark nicht die Reform, sondern die Zerstörung aller Gefängnisse: die Abschaffung des Staates, aller Staaten."

978-3-87956-342-5  /  1240 Seiten  /  2 Halbbände  /  lieferbar
ca. Euro (D) 78,--  /  sFr 122,-- (unverbindliche Preisempfehlung)
   

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Bernd Kramer, Erik Steffen (Hg.)
Pechschwarze Pädagogik - Tatsachenberichte über handgreifliche Erziehungsmethoden

Die hier gesammelten Leidensgeschichten berichten über die Erziehungsdiktatur von Eltern, Lehrern, Heimerziehungs- und Gefängnispersonal.
Die authentischen Berichte der Autorinnen und Autoren über ihre Lebenszeit, als sie noch nicht in der Lage waren, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, sind bisweilen tieftraurig und im Rückblick auf diesen Lebensabschnitt immer wieder ein bedrückendes Erstaunen, dass das alles überhaupt so möglich war.
Das trostlose Erziehungsversagen gegenüber den Schutzbefohlenen wirft auch die Frage auf: Weshalb handelten die Erziehungsbrechtigten so und nicht anders?
Allerdings trotz oder vielleicht wegen der Handgreiflichkeiten der Erwachsenen gelang es dem patzigen und fantasievollen Kinderprotest, gegen die Attacken manch kuriose Situation zu schaffen. Es finden keine tiefenpsychologischen Grabungen statt, was zu Tage gefördert wird, sind sehr persönliche Beschreibungen aus einer lang zurückliegenden Kindheit und Jugendzeit.
Trotz aller Tristesse in manchem Lebenslauf gibt es auch ein winziges frohgemutes Erstaunen darüber, dass dennoch fast alles gut wurde: Die Blessuren, die davongetragen wurden, sind verheilt und wenn nicht, dann hilft nur noch Verdrängen.
Eine beigefügte Bildgalerie präsentiert Geschnitztes, Gemaltes, Gezeichnetes und Fotografiertes zu dem Thema Schwarze Pädagogik.

Aus dem Inhalt:

Hans Peter Gansner: Das stupide Ritual / Harald Klander: Paß doch auf.../ Bommi Baumann: Bodo Saggel - Der Rebell / Bernd Kramer: Ich klage an.../ Ursula Marx: Mein Vater / Clement de Wroblewsky: Agrophon das ungeschriebene Wort / Gerhard Senft: ...wenn man glaubt, den Frechen zu bessern, sobald man aus ihm einen Furchtsamen macht. Anmerkungen zum Thema Gewalt und Religion

978-3-87956-354-8  /  196 Seiten  /  zahlr. Abbildungen, schw.-w. und farbig  /  lieferbar
Euro (D) 16,80  /  sFr 24,50 (unverbindliche Preisempfehlung)
   

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Karl Wolfgang Barthel
Der Dichter und die Diktatoren - Eine Biografie

Der Autor beschreibt das Leben seines Vaters Max Barthel.
Mein Vater Max Barthel (*17. November 1893 / † 17. Juni 1975) überlebte alle Diktatoren: Lenin starb 1924, Mussolini wurde 1945 von Partisanen erhängt, Hitler nahm sich 1945 das Leben und Ulbricht starb 1974.
Ihre Politik hat sich tief in die Geschichte des XX. Jahrhunderts eingegraben, bis in Familien- und Einzelschicksale hinein. Als Zeitzeuge berichtet mein Vater über seine Begegnungen mit Lenin und Ulbricht, beschreibt die politischen Auswirkungen des italienischen und deutschen Faschismus auf sein privates Leben und seine literarische Arbeit.
Für meinen Vater stand fest, daß er Dichter werden würde, aber das sollte noch einige Zeit dauern, zuerst gings ans Geldverdienen. Er arbeitete als Kammschleifer, doch dann packte ihn das Fernweh; er ging auf Wanderschaft, quer durch Deutschland, durch die Schweiz, bis nach Italien.
Zurück in Deutschland begann seine literarische Karriere. In der Zeitschrift März, die von dem späteren Bundespräsidenten Theodor Heuss redigiert wurde, erschienen seine Gedichte und der Eugen Diederichs Verlag brachte 1916 einen seiner ersten Gedichtbände heraus.
Als Soldat wurde Max Barthel im Ersten Weltkrieg durch einen Granatsplitter schwer verletzt.

Der sterbende Soldat

Ich hungerte stets vor den tragenden Stufen,
vor dem Tor, das zur Erfüllung führt -
da hat mich der Krieg zu sich gerufen
und hat mich mit allem Hass geschürt. [...]
Verdammt, so ein Hund mit schwarzer Mähne
schlug mir aufbrüllend den Schädel entzwei.
Das Blut quoll bitter durch meine Zähne,
ich gurgelte im wehen Geschrei.

Am 9. November 1918 kapitulierte Deutschland. Arbeiter- und Soldatenräte entstanden. Mein Vater wurde Mitglied im Spartakusbund, ging mit den Genossen auf die Straße, um die sozialdemokratische Regierung zu stürzen, wurde als Verschwörer verhaftet.
Ich gehe den Spuren meines Vaters nach und greife auch die Verstrickungen unter den Diktaturen (Nazizeit, DDR) auf, denen er erlegen war.
Karl Wolfgang Barthel
Aus dem Inhalt:

Erster Weltkrieg,
Revolution 1918,
Nazizeit, Zweiter Weltkrieg, DDR,
Bundesrepublik.
Ein Leben und Schaffen zwischen den Fronten, politisch und literarische Begegnungen mit
Willi Münzenberg, Maxim Gorki,
Käthe Kollwitz,
Karl Radek u.a.

978-3-87956-356-2  /  106 Seiten  /  zahlr. Abbildungen schw.-w. und farbig  /  lieferbar
Euro (D) 12,80  /  sFr 18,90 (unverbindliche Preisempfehlung)
   

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Jim Morrison
EIN AMERIKANISCHES GEBET / an american prayer

Diesen Text ließ Morrison 1970 als Privatdruck herstellen und verteilte ihn vornehmlich an Freunde. Mit der hier vorliegenden Veröffentlichung wird der Text zum ersten Mal vollständig allgemein zugänglich. (amerikanisch / deutsch)

3-87956-098-6  /  127 Seiten  /  zahlreiche Abbildungen  /  Neuauflage  /  lieferbar
Euro (D) 13,--  /  sFr 19,50 (unverbindliche Preisempfehlung)
   

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Gabriele Fellermayer / Esther Kramer / Diana Peitel (Hrsg.)
Bildungsberatung gestalten - Strategien zur Steuerung Lebenslangen Lernens
Bei der Implementierung von Strategien zur Umsetzung des Lebenslangen Lernens gilt Bildungsberatung als ein Schlüsselelement. Nach einführenden Beiträgen fokussiert der Fachband auf die Qualität und Professionalisierung in der Bildungsberatung sowie auf das Bildungsmarketing. Die gewählten Schwerpunkte nehmen zentrale Fragestellungen der Steuerung von Angeboten der Bildungsberatung in den Blick und liefern neben ihrem theoretischen Gehalt auch wertvolle Hinweise für die Praxis.
Mit diesem Band leisten die Herausgeberinnen einen weiteren Beitrag zur Beförderung der fachlichen Diskussion um die Bildungsberatung und stellen eine Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis her.

978-3-87956-353-1  /  145 Seiten  /  23 Abbildungen farbig und schw.-w.  /  lieferbar
Euro (D) 15,--  /  sFr 21,90 (unverbindliche Preisempfehlung)
   

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Harald Klander / Bernd Kramer
"In Mutters Stübele..." - Ein meteorologisch-sozialdarwinistisches Melodram
Anmerkungen und Reflexionen zu einer ver(w)irrenden wie auch tieftraurigen Volksweise
Wer kennt nicht dieses Volkslied In Mut-ters Stü-be-le, da geht der hm, hm, hm, in Mut-ters Stü-be-le, da geht der Wind, verfasst von einem unbekannt gebliebenen Textdichter. - Die Autoren unternehmen den Versuch, mit textkritischen Anmerkungen und Reflexionen die oft in sich widersprüchlichen und manchmal zutiefst ver(w)irrend Liedtexte zu deuten. Es gibt eine hochdeutsche Version und verschiedene Dialektfassungen, sie unterscheiden sich nicht nur in der Sprachgestaltung, sondern auch in ihren Aussagen! - Die Autoren gehen u.a. den Fragen nach, in welchem Milieu lebten die Mutter und ihr Kind, welchem Schicksal waren sie ausgeliefert? Gehörten die beiden Bettler zur Bruderschaft der Kunden, die sich nur mit ihnen bekannten Zeichen verständigten, den geheimnisvollen Zinken, die sie mit weißer Kreide an Haustüren und -wände malten? Eine Interpretin fragt: "Hat dieses Bettellied was mit der Vagina zu tun?" und kommt zu dem Schluss, Mutters Stübele "könnte auch die Gebärmutter sein".
Die Autoren forschen in Mythologien und Märchen, ziehen alchemistische Traktate heran und religiöse Texte aus verschiedenen Zeiten und Regionen; sie folgen kunsthistorischen Andeutungen, wobei, gerade in der Malerei, das Äpfele, der Apfel, eine zentrale Rolle zu spielen schien. Von der frühchristlichen Darstellung des Sündenfalls bis hin zu Albrecht Dürer, Hieronymus Bosch, Lucas Cranach dem Älteren und den Brüdern van Eyck: alles drehte sich um diese geheimnisvolle Frucht, den Apfel. Ist er wirklich die Frucht vom Baum der Erkenntnis?
Es ist unbestreitbar, dass die Strophen dieses alten Liedes weit mehr beinhalten als bisher von Volksliedforschern erkannt - viel Erotisches, ja beinahe Pornographisches in den verschiedenen Mundartvariationen.
Dem meteorologisch-sozialdarwinistischen Melodram ist eine CD beigegeben, auf der Harald Klander die Strophen der Volksweise den Lesern zu Gehör bringt, begleitet von schönen Gitarrenklängen.

Aus dem Inhalt:
Bernd Kramer
Welche Kategorie Binnenwind ist gemeint?
Singt das Kind "Vergelt's euch Gott" oder die Mutter?
Wem gehört die Immobilie von Mutters Stübele?
Harald Klander
Kürzlich aufgefundene Version von "Muerders Stübele" im Breisgauer Dialekt.
Die Bettler waren früher anders organisiert.
Bei der Hemdli-Version könnte es sich um einen spätmittelalterlichen Porno handeln.
Gabriele Fischer
Was hat das Bettellied mit der Vagina zu tun?
Thomas Collmer
Wie hat sich die "Frucht" des Gartens Eden zum Apfel verfestigt?
Hans H. Krielke
Volksglaube in Sagen und Volksliedern.


In Mut-ters Stü-be-le,
da geht der hm, hm, hm,
in Mut-ters Stü-be-le,
da geht der Wind.
Ich sag:
ver-gelt's euch Gott,
und du sagst hm, hm, hm,
ich sag:
ver-gelt's euch Gott,
und du sagst: Dank!
Ich krieg ein Äp-fe-le
und du ein hm, hm, hm,
ich krieg ein Äp-fe-le
und du ein' Birn.
Mueß fast verfriere
vor lauter hm, hm, hm,
mueß fast verfrierre,
vor lauter Wind.
Mir zwei go bettle go,
es si üs hm, hm, hm,
mir zwei go bettle go,
es si üs zwei.
Du nimmst den Bettelsack,
und ich den hm, hm, hm,
du nimmst den Bettelsack
und ich den Korb.
Du hast kein Hemdli an,
und ich kein hm, hm, hm,
du hast kein Hemdli an
und ich kein Strumpf.
I trink en Branntewein
un du en hm, hm, hm,
i trink en Branntewein
und du en Schnaps.

978-3-87956-347-0  /  ca. 140 Seiten, farbige Abbildungen, CD
ca. Euro (D) 14,80  /  ca. sFr 21,90 (unverbindliche Preisempfehlung)
   

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Johanna Rottenbach
ANARCHIE UND SPIRITUALITÄT

Noch immer scheuen sich viele Menschen davor, eine Existenz jenseits des Materiellen anzuerkennen. Dass sie damit einen jahrhundertealten Dualismus aufrechterhalten und unbewusst das gedankliche Erbe dieser zerstörerischen Zivilisation fortführen, wird in der anarchistischen Szene völlig unhinterfragt übernommen. Durch die berechtigte Abgrenzung zu den Religionen ist der libertäre Diskurs von der Suche nach dem Selbst abgekommen Damit soll nicht an die verstaubten Theorien des Individualanarchismus angeknüpft werden, sondern die Suche nach dem wirklichen Selbst beginnen. Ein Selbst, das mehr ist als eine vorgefertigte Schablone der Persönlichkeit oder Psyche.
Spiritualität hat in diesem Sinne nichts mit Tarotkarten oder Räucherstäbchen zu tun, sondern bezeichnet das wieder erlangte Bewusstsein der Menschen über ihre energetische Existenz als Teil eines unendlichen Kosmos'. Dass die Logik des politischen Handelns mit der Mystik des universalen Eins-Seins in keinem Widerspruch steht und ganz im Gegenteil fruchtbare Anknüpfungspunkte bietet, dies zu vermitteln, ist das Hauptanliegen der Autorin.
Um Perspektiven zu erarbeiten, die, weitab vom politischen Kampf, das Individuum zurück in den Fokus rücken, wird der Anarchismus vor allem unter den Aspekten der Liebe, Toleranz und des Mitgefühls beleuchtet. Unzählige anarchistische Gemeinschaften und Projekte sind an ihren inneren Konflikten und Rivalitäten gescheitert. Noch heute stehen die verschiedenen Gruppierungen nicht nur der Staatsgewalt, sondern auch sich selbst feindlich gegenüber. Erst das Bewusstsein über die eigenen Blockierungen auf dem Weg zur Selbstbestimmung kann daran etwas ändern.

Aus dem Inhalt:
Ist selbstbestimmtes Leben möglich?
Historische Belege für autonomes Leben / Matriarchale Gesellschaften / Religiöse Wurzeln / Antike bis Mittelalter / Moderne
Was heißt selbst bestimmen?
Anarchie als friedvolle Gesellschaft autonomer Individuen / Paradigmenwechsel in den Naturwissenschaften / Die Notwendigkeit eines befreiten Selbst / Auf dem Weg ins Paradies
Wie wird es praktisch umgesetzt?
Interview mit einem Anarchisten
Entwicklungsmöglichkeiten
Das Zusammenwirken von Anarchie und Spiritualität
Ist Anarchie in sozialer Arbeit umsetzbar?
Kritische Würdigung der sozialen Arbeit


3-87956-339-5  /  ca. 140 Seiten
Euro (D) ca. 14,80  /  sFr ca. 21,90
   

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Christoph Ludszuweit
WITZ IM SPRACHUNTERRICHT
Lachendes Lernen / Learning by laughing / Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache
Mit zahlreichen Zeichnungen und Cartoons von Gerhard Seyfried

"Der Witz ist ein Vagabund, stromert herum, ist klassenunabhängig, ist ein Freier, lässt sich nicht in Anstandsketten legen, rüpelt, sorgt für Ärger und Belustigung. Er ist polygam, hat unendlich viele Erzeuger - und es wird uns nie gelingen, seinen Vater und seine Mutter dingfest zu machen. Seiner klandestinen Geschmeidigkeit ist es zu verdanken, dass Spürhunde und Häscher seine Erzeuger nie zu fassen kriegen." (Bernd Kramer)
Kennen Se den? Die Lehrerin zur Klasse: "Die Vorsilbe ‚un’ bedeutet immer etwas Schlechtes, zum Beispiel: Unglück, Unfall, unpassend. Kann mir jemand ein anderes Beispiel nennen?" - Die kleine Mathilde meldet sich: "Unterricht!" (Modalverb können, direkte Frage, reflexives Verb) - Lehrerin: "Wo lebte der Prophet Elias?" - Schülerin: "In der Wüste!" - "Richtig. Und wie nennt man die Männer, die sich in die Wüste zurückziehen und alles dem lieben Gott opfern?" - "Wüstlinge!" (direkte Frage, Relativsatz). - Im Deutschunterricht fragt der Lehrer: "Um welche Zeitstufe handelt es sich bei dem Satz: ‚Eigentlich hättest du nie geboren werden dürfen'?" - Erst betretenes Schweigen, dann aus der letzten Bank: "Präservatif defekt!" (Konjunktiv II, Passiv, Modalverb dürfen)

Aus dem Inhalt:
Christoph Ludszuweit
Überraschung und Gelächter / Lachend lernen, heißt gut lernen / Die politische Sprengkraft von Witzen / Beispiele des Einsatzes von Witzen für den Sprachunterricht Deutsch als Fremdsprache / Der Witz als Tabubrecher / Witze erhöhen die Sprachkompetenz / "Ethnische" Witze / Witze als Täuschungsmanöver / Der soziolinguistische Aspekt des Witzes / Witzkategorien: Schule, Militär, Kultur, Religion, Sexualität, Politik
Gerhard Seyfried
Radikalreform der deutschen Sprache

"Witz ist das Niesen des Gehirns. Und ein immer witziger Mensch etwas so Unausstehliches und Un-appetitliches wie ein Kerl, der einen chronischen Schnupfen hat, aber kein Taschentuch."
(Alfred Polgar)
"Der Witz ist das einzige Ding, was um so weniger gefunden wird, je eifriger man es sucht:"
(F. Hebbel)

3-87956-316-0  /  ca. 100 Seiten
Euro (D) ca. 12,80  /  sFr ca. 18,90



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