| Karin Kramer Verlag | Neuerscheinungen |
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Torsten Haake-Brandt LIEBE LINDA, Hommage an die beste Kartoffel der Welt - Neues von der Ackerfront Linda ist gefährdet! Sie ist vom Aussterben bedroht! - Der drohende Verlust von Linda muss verhindert werden; sie, die "Königin der Kartoffeln", soll auf Druck des marktführenden Zuchtkonzerns "Europlant" aus unserem Leben, aus unseren Töpfen, Bratpfannen, von unseren Tellern verschwinden. In den Auseinandersetzungen um Linda geht es auch um die Frage, ob eine so erfolgreiche Kartoffelsorte einfach vom Markt genommen werden darf oder nicht. In einer Presseerklärung des Linda-Freundeskreis heißt es u.a. "Der bisherige Züchter ‚Europlant' wollte LINDA nach 30 Jahren vom Markt nehmen, um neue Sorten zu placieren, obwohl viele Bauern und Verbraucher weiter LINDA auf dem Acker und auf dem Teller haben wollen. [...] Wir haben 2008 das von der UNO ausgerufene "Internationale Jahr der Kartoffel" und im Mai war die große UNO Konferenz zur ‚Biologischen Vielfalt' in Bonn. Im aktuellen Bericht des UNO-Weltagrarrats wird darauf hingewiesen, dass die biologische Vielfalt und die traditionellen Anbaumethoden in bäuerlichen Betrieben eines der wichtigsten Faktoren zur Welthungerbekämpfung sind. Die Kartoffel steht auf Platz vier der wichtigsten Grundnahrungsmittel mit ständig wachsender Bedeutung." In Gedichten & Geschichten kämpft der Herausgeber Torsten Haake-Brandt für den Fortbestand von Linda. - Sein Einsatz wird durch Kollagen, Fotos, Zeichnungen, Dokumente und Erlebnisberichte der Genießerinnen und Genießer von Linda mit bodenständigem Humor und Verteidigungswut unterstützt. Es ist wahrlich ein "Bauernkrieg" gegen den mächtigen Zuchtkonzern "Europlant". 978-3-87956-335-7 / 157 Seiten / zahlreiche Abbildungen, Grafiken und Dokumente / lieferbar Euro (D) 14,80 / sFr 27,50 |
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Sylvana Dietel MOBILE BILDUNGSBERATUNG UND NACHHALTIGE ENTWICKLUNGSCHANCEN Mobile Bildungsberatung hat zum Ziel, bildungsferne bzw. bildungsungewohnte Zielgruppen aufzusuchen, ausfindig zu machen, zu kontaktieren, zu unterstützen und schrittweise zu begleiten. Doch wie lässt sich eine Nachhaltigkeit mobiler Beratung z. B. in Form von Wirkungen, Bestärkungen und Entwicklungen beschreiben oder gar messen? Was kann unter nachhaltiger Entwicklung verstanden werden? Die vorliegende Publikation setzt hier an und verweist neben der Netzwerkarbeit auf die starke Motivationsarbeit in Form von Gelingen der Kontaktaufnahme bis zur Bildungsstabilisierung und Bildungsberatung. Das geschieht über die Beschreibung der Ergebnisse, der intendierten und nicht-intendierten Wirkung der Arbeit in Bezug auf die Zielgruppen. Im ersten Teil wird theoretisch den Facetten von Lernen, Bildung, Beratung und der Frage, was diese langfristig, ressourcengestützt und nachhaltig leisten können, nachgegangen. Im zweiten Teil werden systematisch und praxisnah die konkret beschreibbaren Ergebnisse und Wirkungen der Arbeit der mobilen Bildungsberatung dargestellt. 978-3-87956-336-4 / 107 Seiten / zahlreiche Abbildungen und Tabellen farbig und schwarz/weiß / lieferbar Euro (D) 15,-- / sFr 27,90 |
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Peter Lamborn Wilson PIRATEN - ANARCHISTEN - UTOPISTEN / Mit ihnen ist kein Staat zu machen Aus dem Englischen übersetzt von Jürgen Schneider Der größte Frevel ist ein politischer Seitenwechsel, die größte Blasphemie ist der Wechsel von einer Religion in eine andere - und dieses Phänomen greift der Autor auf. Vom späten 15. Jahrhundert bis zum 18. Jahrhundert konvertierten Unzählige vom Christentum zum Islam. - Für die Christen waren diese Konvertiten Abtrünnige, Verräter, Renegados = Renegaten - und viele dieser Renegados waren Piraten. Sie griffen Handelsschiffe an, plünderten und entführten die christlichen Seeleute, um sie als Sklaven zu verkaufen oder um Lösegeld zu erpressen. - Die Renegados waren unabhängig, keinem Herrn unterworfen. Wilson betont, daß die Piraterie auch sozialer Widerstand war. Der Pirat führte "Krieg gegen die gesamte Welt", staats- und gesetzesfern entwickelte er ein eigenes Wertesystem. Eine eindrucksvolle Errungenschaft war u.a. die unabhängige Piratenrepublik von Rabat-Salé im Maghreb in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. In Wilsons Buch begegnen wir Kosaren, Sufis, "unwiderstehlichen" maurischen Frauen, Sklaven, Abenteurern, irischen Rebellen, häretischen Juden, britischen Spionen sowie radikalen Helden der Unterklasse und Mitgliedern aufständischer anarchistischer Gemeinschaften und Piraten, deren Kampfruf war: "Wir gehören niemandem!" Aus dem Inhalt: Der Pirat und die Meerjungfrau; Demokratie durch Mord und Totschlag? Eine Gesellschaft von Gesetzesbrechern; Ein Alabaster-Palast in Tunesien; Die unabhängige maurische Republik Rabat-Salé; Piratenutopien. 978-3-87956-332-6 / 170 Seiten / 16 Abbildungen / lieferbar Euro (D) 19,80 / sFr 35,90 |
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Arndt Beck / Markus Euskirchen DIE BEERDIGTE NATION - »Gefallenen«-Gedenken von 1813 bis heute Seit fast 200 Jahren spiegelt der Friedhof Columbiadamm in Berlin die Geschichte des soldatischen Sterbens für das Vaterland. 1813 begrub man dort in einem Massengrab Lazarett-Tote der sogenannten Befreiungskriege, etwa 50 Jahre später legte man ebenda - zwischen den Schießständen in der Hasenheide und dem Exerzierplatz Tempelhofer Feld – den Neuen Garnisonfriedhof (und heutigen Friedhof Columbiadamm) an. Seine Bedeutung erlangte er weniger durch prominente Beerdigungen als durch die erstaunliche Anzahl von Ehrenmalen, die sich im Laufe der Zeit dort ansammelten. Neben Erinnerungen an die sogenannten Reichseinigungskriege von 1870/71 und an den kolonialen Völkermord (»Herero«-Stein) befinden sich dort vor allem die Denkmale der verschiedenen Regimenter und Garnisonen des Ersten Weltkriegs, die dem millionenfachen Sterben auf dem Schlachtfeld nachträglich einen »Sinn« zu geben versuchten oder zur Rache aufriefen. Ergänzt wird die Darstellung mit dem 1938 in direkter Nähe eingerichteten neuen Heeresfriedhof Standortfriedhof Lilienthalstraße sowie einem vergessenen Kapitel der Berliner NSDAP vor 1933: der vor allem zwischen 1931 und 1933 genutzte und ebenfalls unweit davon gelegene »Friedhof der Bewegung«. Das Buch Die beerdigte Nation richtet den Blick auf die Gedenkkultur um den Soldatentod, die – wie das in Berlin bereits im Bau befindliche Bundeswehrehrenmal zeigt (auf das Markus Euskirchen in seinem Beitrag eingeht) – ebenso aktuell wie in ihrem Wesen unverändert ist. Inhaltsverzeichnis: Markus Euskirchen – Mehr als ein Vorwort Die Neue Wache und das geplante Ehrenmal für die Bundeswehr am Bendlerblock Militärrituale und Räume der Militarisierung Arndt Beck – Die beerdigte Nation Prolog – Vom Sterben in den Lazaretten (1813) I. Der ›Dennewitz‹-Friedhof II. Der Neue Garnisonfriedhof III. Der Erste Weltkrieg IV. Die Weimarer Republik Exkurs – ›Friedhof der Bewegung‹ V. Der Garnisonfriedhof nach der ›Machtergreifung‹ VI. Standortfriedhof Lilienthalstraße / Der Zweite Weltkrieg VII. Nachkrieg Epilog Literaturverzeichnis Abbildungsverzeichnis Personenregister Arndt Beck, geb. 1973 am Niederrhein, freier Fotograf und Autor, lebt in Berlin. Arbeiten: Autopsie 2000 - Stillstand der Geschichte, Raum ohne Volk (Foto-Essays). Markus Euskirchen, geb. 1973, promov. Politologe, freier Journalist, Online-Redakteur und Filmemacher, lebt in Berlin. Arbeiten: Soldatenkörper (Kurzfilm), ...tapfer zu verteidigen... (Dokumentation), Militärrituale (Buch), lebt in Berlin. 978-3-87956-334-0 / 166 Seiten / zahlreiche Abbildungen und Fotos (schwarz/weiß und farbig) / Format 16x24 cm / lieferbar Euro (D) 24,80 / sFr 44,-- (unverbindliche Preisempfehlung) Weitere Informationen finden Sie auf der dazugehörigen Website: www.arndtbeck.com/nation/ |
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4. überarbeitete Auflage: Bernd Kramer und Erik Steffen (Hrsg.) Geschichte & Geschichten "Zum Goldenen Hahn" !Berliner Eck-Kneipe! - ?Unesco-Weltkulturerbe? Die Kneipe "Zum goldenen Hahn" in Berlin-Kreuzberg wurde vor 10 Jahren bei der UNESCO als Weltkulturerbe vorgeschlagen - aber bisher keine Reaktion der Beamten; dennoch, Kultur findet in der Literatur-Raststätte immer wieder statt. Für die 4. Auflage konnten neue Autorinnen und Autoren gewonnen werden: Ann Cotten (Suhrkamp-Autorin), Birgit Willschütz (Chemikerin), Dorothee Hackenberg (Redakteurin bei Radio Berlin Brandenburg), Ambros Waibel (taz-Redakteur), scardanelli (Schriftsteller), Karsten Krampitz (Kramer-Autor), Bert Papenfuß, Florian Günther, Johannes Jansen (alle drei: Ost-Avantgarde). Natürlich sind wieder Thomas Kapielski, Jörg Magenau und Helmut Höge vertreten. 978-3-87956-322-7 / 164 Seiten / zahlreiche Fotos und Grafiken / Format 15 x 22 cm / 4. überarbeitete Auflage Euro (D) 12,80 / sFr 22,60 (unverbindliche Preisempfehlung) |
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Birgit Schmidt SCHÖNERE HÜTE - FRAUEN ZWISCHEN FEMINISMUS, REVOLUTION UND VERFOLGUNG "Vor einigen Jahren spottete man in Deutschland über eine spärlich ausgefallene Manifestation Pariser Suffragetten. Die Französin, sagte man, würde nie gefährlich werden; sie habe die schöneren Hüte. Man irrte." Das schrieb Marie Martin 1917 in Die Aktion. "Schönere Hüte" - das wurde der Titel des vorliegenden Buches, weil es ein Hut war, der einige Jahre zuvor Clara Lemlich zur Rebellion getrieben hatte. - Die New Yorker Textilarbeiterin wußte nicht, wo sie während der Arbeitszeit ihren Hut lassen sollte, ohne daß er ramponiert werden würde. - Clara Lemlich rief zum Streik auf, der als große Revolte der Textilarbeiterinnen und Textilarbeiter in die US-amerikanische Geschichte eingehen sollte. Die gleichfalls an diesen Kämpfen beteiligten Frauen Rose Pesotta und Elizabeth Gurley Flynn waren Anarchosyndikalistinnen. Mollie Steimer, aus der Ukraine in die USA immigriert, forderte die Regierung der Vereinigten Staaten als Anarchistin heraus; sie wurde zu einer fünfzehnjährigen Haftstrafe verurteilt und dann in die UdSSR ausgewiesen. Die Anarchistin Emma Goldman begegnet in der UdSSR der Sozialistin Angelica Balabanoff, die in der Schweiz studiert hatte und nach dem Studium in die UdSSR zurück gegangen war. Es dauerte nicht lange und sie brach mit den Bolschewisten. In der Schweiz begann die russische Ärztin und Anarchistin Paulette Raygrodski für das Recht auf Verhütung und Schwangerschaftsabbruch zu kämpfen. Zur gleichen Zeit erarbeitete in der Nähe von Dresden die Individualpsychologin Alice Rühle-Gerstel die theoretischen Grundlagen des Feminismus. Schönere Hüte erinnert an diese Frauen, die Fragen aufgeworfen haben, die noch lange nicht beantwortet sind. Aus dem Inhalt: 1. Kapitel: Zwischen Feminismus und Revolution: Paulette Brupbacher-Raygrodski, Anarchistin, Ärztin, Frauenrechtlerin; Politische Prozesse gegen Mollie Steimer und andere in den USA; 2. Kapitel: Bruch mit den Bolschewiki: Emma Goldman verläßt überstürzt die UdSSR; Mollie Steimer in der UdSSR; Komiteearbeit; Die Dissidentin Angelica Balabanoff; 3. Kapitel; Flucht und Exil: Meta Kraus-Fessel, Kreszentia (Zenzl) Mühsam und andere; Exilland Mexiko; Der Konflikt um Leo Trotzki; Alice Rühle-Gerstel: "...der Mann ist der normative Mensch in der Gesellschaft." 4. Kapitel: Hier machen wir unsern Job wie immer: Rein in den Knast! Raus aus dem Knast!: USA: Die Anarchosyndikalistinnen Rose Pesotta und Elizabeth Gurley Flynn. Biographische Angaben 978-3-87956-331-9 / 165 Seiten (einschließlich Bildergalerie) / zahlreiche Abbildungen / lieferbar Euro (D) 15,80 / sFr 29,-- (unverbindliche Preisempfehlung) |
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Mathias Brandstädter / Matthias Schönberg (Hg.) NEUE "BT-MITTEILUNGEN" - Studien zu B. Traven Illustrationen von Betie Pankoke Traven wollte nicht mit kriminalistischem Spürsinn erforscht werden. In den parallel zu seinen Romanen herausgegebenen Verlagsbroschüren, den B.Traven-Mitteilungen, wurden in den fünfziger Jahren mit genüßlicher Häme die mißlungenen Enthüllungsversuche seiner Identität bilanziert. Ironischerweise hat Traven heutzutage tatsächlich ein vergleichbares Schicksal ereilt: Der einstige Modeautor mit millionenstarken Auflagen ist weitgehend vom Buchmarkt verschwunden. Deshalb nehmen die in diesem Band versammelten Autoren seinen 40sten Todestag im Jahr 2009 zum Anlass, dem bekanntesten Unbekannten unter den deutschsprachigen Schriftstellern ihre Reverenz zu erweisen. Ihr Augenmerk gilt dabei nicht der Person Travens, sondern den bislang vernachlässigten Facetten seines Werks. Sie loten die erzähltheoretischen Dimensionen seiner Romane und Erzählungen aus, diskutieren die philosophischen Bezüge und filmischen Umsetzungen und setzen sich in erfrischend neuer Perspektive mit hartnäckigen Plagiats-Vorwürfen auseinander. Travens Beobachtungen besitzen eine ungeheure Scharfsinnigkeit und - nicht zletzt für utopische Avancen jeglicher Spielart - zeitlose Aktualität. Umrahmt von Illustrationen von Betie Pankoke ist damit ein Sammelband entstanden, der sich nicht nur an die (akademische) Traven-Gemeinde wendet. Aus dem Inhalt: Mathias Brandstädter/Matthias Schönberg: Einleitung; Karl S. Guthke: Diebstahl, Kunst oder Kunst des Diebstahls? Travens "Plagiate": Jan-Frederik Brandel: Materialisationsphänomene in Mexiko. Zur Traven-Biografik; Reiner Matzker: Der Schatz der "Africa Queen" - Hephurn, Huston, Bogart, Traven; Wolfgang Eßbach: Eine herrenlose Sprache. Max Stirners Einfluß auf B. Traven; Thomas Collmer: Identität und Selbstorganisation in "Das Totenschiff" und "Die Baumwollpflücker"; Galina Potapova: Spiel mit der Mathematik in B. Travens Roman "Das Totenschiff"; Tom Kindt: "Man wird ja bereits bemerkt haben, daß ich nicht normal bin." Erzähler und Erzählweise in B. Travens Roman "Der Wobbly"; Anne Echterhölter: Drastik bei B. Traven. 978-3-87956-333-3 / 240 Seiten / lieferbar Euro (D) 24,80 / sFr 44,-- (unverbindliche Preisempfehlung) |
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Christoph Ludszuweit WITZ IM SPRACHUNTERRICHT Lachendes Lernen / Learning by laughing / Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache Mit zahlreichen Zeichnungen und Cartoons von Gerhard Seyfried "Der Witz ist ein Vagabund, stromert herum, ist klassenunabhängig, ist ein Freier, lässt sich nicht in Anstandsketten legen, rüpelt, sorgt für Ärger und Belustigung. Er ist polygam, hat unendlich viele Erzeuger - und es wird uns nie gelingen, seinen Vater und seine Mutter dingfest zu machen. Seiner klandestinen Geschmeidigkeit ist es zu verdanken, dass Spürhunde und Häscher seine Erzeuger nie zu fassen kriegen." (Bernd Kramer) Kennen Se den? Die Lehrerin zur Klasse: "Die Vorsilbe ‚un' bedeutet immer etwas Schlechtes, zum Beispiel: Unglück, Unfall, unpassend. Kann mir jemand ein anderes Beispiel nennen?" - Die kleine Mathilde meldet sich: "Unterricht!" (Modalverb können, direkte Frage, reflexives Verb) - Lehrerin: "Wo lebte der Prophet Elias?" - Schülerin: "In der Wüste!" - "Richtig. Und wie nennt man die Männer, die sich in die Wüste zurückziehen und alles dem lieben Gott opfern?" - "Wüstlinge!" (direkte Frage, Relativsatz). - Im Deutschunterricht fragt der Lehrer: "Um welche Zeitstufe handelt es sich bei dem Satz: ‚Eigentlich hättest du nie geboren werden dürfen'?" - Erst betretenes Schweigen, dann aus der letzten Bank: "Präservatif defekt!" (Konjunktiv II, Passiv, Modalverb dürfen) Aus dem Inhalt: Christoph Ludszuweit Überraschung und Gelächter / Lachend lernen, heißt gut lernen / Die politische Sprengkraft von Witzen / Beispiele des Einsatzes von Witzen für den Sprachunterricht Deutsch als Fremdsprache / Der Witz als Tabubrecher / Witze erhöhen die Sprachkompetenz / "Ethnische" Witze / Witze als Täuschungsmanöver / Der soziolinguistische Aspekt des Witzes / Witzkategorien: Schule, Militär, Kultur, Religion, Sexualität, Politik Gerhard Seyfried Radikalreform der deutschen Sprache "Witz ist das Niesen des Gehirns. Und ein immer witziger Mensch etwas so Unausstehliches und Un-appetitliches wie ein Kerl, der einen chronischen Schnupfen hat, aber kein Taschentuch." (Alfred Polgar) "Der Witz ist das einzige Ding, was um so weniger gefunden wird, je eifriger man es sucht:" (F. Hebbel) 3-87956-316-0 / ca. 100 Seiten Euro (D) ca. 12,80 / sFr ca. 24,-- |
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Helmut Bucher / Peter Funken / Helmut Höge / Thomas Kapielski / Bernd Kramer / Heinz Werner Lawo EIN FALL VON VERDECKTER EROTIK IN DER NEUGRIECHISCHEN MALEREI Das Übermalen von Bildern hat eine lange Tradition. Entweder nahm der Künstler, von einer Schaffenskrise heimgesucht, die "Korrektur" vor oder er befand, dass der erste Entwurf nicht mehr seinen eigenen Vorstellungen oder denen des Auftraggebers entsprach. - Ein Beispiel hierfür finden wir bei Courbet. Im Auftrage des Frühsozialisten Pierre-Joseph Proudhon hatte Courbet die Familie gemalt. Plötzlich bestand der Auftraggeber darauf, die Gattin aus der Idylle zu verbannen. Der Maler tat es. Die Frau verschwand hinter einem Strauchwerk. Ist der schöpferische Eingriff vom Meister ins Werk legitim, so ist das Übermalen von fremder Hand frevelhaft und respektlos. Diesen Respekt z.B. verweigerte der Schmierer Alexander Brener: er besprühte Malewitschs "Schwarzes Quadrat" mit einem goldenen Dollarzeichen. Im Falle der verdeckten Erotik haben wir ein zeitgenössisches Beispiel von unglaublich blasphemischer Unverfrorenheit. Das Werk des Malers Helmut Bucher wurde von einen Anstreicher "korrigiert" - die Auftraggeberin bestand darauf. 3-87956-315-2 / ca. 96 Seiten / zahlreiche Abbildungen Euro (D) ca. 12,80 / sFr ca. 22,50 |
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Alexander Krohn alle keine namen Gedichte und Texte - ausgewählt von Bert Papenfuß eintönig beim friseur unter der am hals zusammengeschnürten schürze die minuten zählen schweißausbrüche ein gutes dutzend anderer beispiele wäre es nicht traurig wäre es zum lachen die entspannung in der leeren nebenstraße wie das lösen von 20 mg dikali-umchlorazepat in der blutbahn aus der überfüllten u-bahn gleich nach der flucht aus der fußgängerpassage mein leben verläuft recht eintönig ständig passiern die verrücktesten sachen notiz zu kapielskis internationalem verkanntentreffen zu schade daß die masche mit dem postunruhm der gewöhnlich im höheren alter einsetzte durch ist in gewisser weise mußte es so kommen und so soll es sein streng genommen sogar eigenes verschulden man hätte könnte müßte meine erfolgslosigkeit werde ich euch nie verzeihn zwischen den gedichten lesen lyriker spielen im parasitären künstlergeflecht eine ganz spezielle geige bäume fallen kohle brennt doch das weiße bleibt der überwiegende teil einer seite 3-87956-337-1 / 79 Seiten / 19 Abbildungen / schw./w. / Format 13,2 x 20,2 / lieferbar Euro (D) 10,-- / sFr 19,-- (unverbindliche Preisempfehlung) |
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Karsten Krampitz / Heiko Werning (Hg.) HEIMAT, HEIMWEH, HEIMSUCHUNG Kaum ein Roman, der nicht davon handelt: "Woher komme ich?" Und: "Wohin gehe ich?" Sei es die Bibel oder die Buddenbroocks - erzählt wird die gleiche Geschichte: die Vertreibung aus dem Paradies. Seit Menschen gedenken haben sie Heimweh, lt. Brockhaus ein "durch unfreiwillige Distanz von der vertrauten Umgebung bedingtes Mangelgefühl", und oft muss man dafür nicht einmal verreisen oder ins Exil gehen. Um das Weh mit der Heimat geht es in dieser Anthologie, nicht um 2000 Jahre Deutschland (Varusschlacht), 60 Jahre Bundesrepublik und auch nicht um 20 Jahre Mauerfall. Für die Autorinnen und Autoren ist Heimat keine geographische Kategorie, für manchen aber das Gegenteil von Fremde und Entfremdung, die Summe der Erinnerungen aus einer Zeit des Vertrauens an einem Ort der Geborgenheit. Erinnerungen an etwas, das es vielleicht nie gegeben hat... Aus dem Inhalt: Ulrike Steglich, Heimweh / Uli Hannemann, Der Hase - im Felde unbesiegt / Jakob Hein, Dafür nicht / Manfred Maurenbrecher, Heimat / Mario Wirz, Wintervision / Harry Pross, Heimat auf den Begriff gebracht / Heiko Werning, 3.000 Zeichen Mauerfall / Anselm Neft, Die schönste Blume des Allgäus / Jochen Reinecke, Fear is the only darkness / Robert Weber, Wenn ich schnell da bin, bin ich schnell wieder dort / Claudia Gülzow, Unter uns / Markus Liske, Einer für Einen, alle für Deutschland / Volker Surmann, 17 Hektar Kindheit / Karsten Krampitz, Mitropa-Novelle / Bernd Kramer, Sonntäglicher Stubenarrest in meiner Heimatstadt / Robert Rescue, Das Klassentreffen / Manja Präkels, Djewotschka will heim / Frank Sorge, Lieferfahrer Frank 3-87956-338-8 / ca. 160 Seiten Euro (D) ca. 14,80 / sFr ca. 27,50 |
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Johanna Rottenbach ANARCHIE UND SPIRITUALITÄT Noch immer scheuen sich viele Menschen davor, eine Existenz jenseits des Materiellen anzuerkennen. Dass sie damit einen jahrhundertealten Dualismus aufrechterhalten und unbewusst das gedankliche Erbe dieser zerstörerischen Zivilisation fortführen, wird in der anarchistischen Szene völlig unhinterfragt übernommen. Durch die berechtigte Abgrenzung zu den Religionen ist der libertäre Diskurs von der Suche nach dem Selbst abgekommen Damit soll nicht an die verstaubten Theorien des Individualanarchismus angeknüpft werden, sondern die Suche nach dem wirklichen Selbst beginnen. Ein Selbst, das mehr ist als eine vorgefertigte Schablone der Persönlichkeit oder Psyche. Spiritualität hat in diesem Sinne nichts mit Tarotkarten oder Räucherstäbchen zu tun, sondern bezeichnet das wieder erlangte Bewusstsein der Menschen über ihre energetische Existenz als Teil eines unendlichen Kosmos'. Dass die Logik des politischen Handelns mit der Mystik des universalen Eins-Seins in keinem Widerspruch steht und ganz im Gegenteil fruchtbare Anknüpfungspunkte bietet, dies zu vermitteln, ist das Hauptanliegen der Autorin. Um Perspektiven zu erarbeiten, die, weitab vom politischen Kampf, das Individuum zurück in den Fokus rücken, wird der Anarchismus vor allem unter den Aspekten der Liebe, Toleranz und des Mitgefühls beleuchtet. Unzählige anarchistische Gemeinschaften und Projekte sind an ihren inneren Konflikten und Rivalitäten gescheitert. Noch heute stehen die verschiedenen Gruppierungen nicht nur der Staatsgewalt, sondern auch sich selbst feindlich gegenüber. Erst das Bewusstsein über die eigenen Blockierungen auf dem Weg zur Selbstbestimmung kann daran etwas ändern. Aus dem Inhalt: Ist selbstbestimmtes Leben möglich? Historische Belege für autonomes Leben / Matriarchale Gesellschaften / Religiöse Wurzeln / Antike bis Mittelalter / Moderne Was heißt selbst bestimmen? Anarchie als friedvolle Gesellschaft autonomer Individuen / Paradigmenwechsel in den Naturwissenschaften / Die Notwendigkeit eines befreiten Selbst / Auf dem Weg ins Paradies Wie wird es praktisch umgesetzt? Interview mit einem Anarchisten Entwicklungsmöglichkeiten Das Zusammenwirken von Anarchie und Spiritualität Ist Anarchie in sozialer Arbeit umsetzbar? Kritische Würdigung der sozialen Arbeit 3-87956-339-5 / ca. 140 Seiten Euro (D) ca. 14,80 / sFr ca. 27,50 |
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Bert Papenfuß RUMBALOTTE CONTINUA - Folge 6 Bert Papenfuß ist grundanders. Sachen hat er erlebt, die glaubt einem wieder keiner. Gedichte hat er geschrieben, die unmöglich von ihm sein können - aber ein anderer bleibt nicht übrig. In feinster Poesie gibt er in diesem Band seine Ansichten über Anziehungskraft, Zeitrechnung, Jugendmode, Dreifel, Zweifel und Einfall kund. Jedes Gedicht hat den Kaloriengehalt eines doppelten Aquavits. Stures Lesen unterfordert den Text, man muß schon den Hutständer bemühen, dafür gibt es auch aufmunternde Worte: "Du selbst bist die Festplatte. In dir ist alles drauf." Der große Kultivator der kleinen Fußnote spickt seine Gedichte mit Sachtexten, Nachrufen, Schlagerzeilen, Kaufhallendialogen und jeglichem Scheißdreck, mit dem er uns irgendwie anmachen und animieren kann. Hier kommen Texte von einem, der angreift und seine Rückzugsgebiete und Schlupfwinkel beharrlich verteidigt, ganz egal, ob der Prenzlauer Berg gerade in oder out ist. In einem Alter, wo andere anfangen abzuflachen, wird Bert immer besser - "aus einem waschechten Anarchisten kann man keinen Erwachsenen rauskitzeln". Alexander Krohn 3-87956-340-1 / 48 Seiten / 1 Abb. / schw./w. / Format 17 x 24,5 cm / Grafiken von Silka Teichert / lieferbar Euro (D) 10,-- / sFr 19,-- (unverbindliche Preisempfehlung) |
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Clement de Wroblewsky "... det Volk is doof, aba jerissen..." Briefwechsel aus dem Café Jenseits zum Rauchverbot mit dem Bezirksamt im Diesseits Das Bundesverfassungsgericht hat am 30. Juli 2008 dem Eifer der Passisvraucherschützer, ein Rauchverbot in der Gastronomie möglichst eilig und restrektiv in gesetzliche Vorschriften umzusetzen, einen kräftigen Dämpfer verpasst. Es hat schlicht diese juristischen Machwerke mit dem Grundgesetz für unvereinbar erklärt und die Landesgesetzgeber zu einer Neuregelung bis zum 31. Dezember 2009 aufgefordert. Bis zu dieser Neuregelung sollten die Einschränkungen des Rauchens unter Einhaltung bestimmter Kriterien aufgehoben werden. - Dass es zu diesem Urteilsspruch kam, geht u.a. auch auf die Klage einer Berliner Gastwirtin zurück. Das BVG musste sich deshalb auch mit einer berlintypischen Art von Gastronomie, der Eckkneipe und ihren Verhältnissen befassen (im juristischen Neologismus des BVG: getränkegeprägte Kleingastronomie). Es entschied für die Klägerin und erlaubte das Rauchen aus Wettbewerbs- und Verhältnismäßigkeitsgründen dort. - Das Ordnungsamt Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin (Bezirksbürgermeister Grüne, Wirtschaftsstadtrat SPD) beeindruckte das wenig. Es fuhr unbeirrt fort, ohne und mit Kenntnis des Urteilstextes Kontrollen durchzuführen und Bußgeldbescheide zu verschicken. Bis es auch bei dem Kreuzberger Gastwirt des Café Jenseits fündig geworden zu sein glaubte und ihm einen Bußgeldbescheid präsentierte. Aber da hatte es buchstäblich die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Es entsteht ein Schlagabtausch zwischen sperrig begründeten, sich steigernden Bußgeldbescheiden und bissig-ironischen Einsprüchen. Für juristisch Interessierte eine Fundgrube subtiler Urteilsexegese, Formulierungsenthusiasten kommen wegen des durchgängigen Sprachwitzes des Gastwirts auf ihre Kosten und die Kritiker des Behördenwahnsinns können sich an der Chuzpe erfreuen, mit der ein nicht obrigkeitsserviler Bürger die Selbstzuschreibung der Kompetenz einer Behörde auf Augenhöhe pariert und sie bloßstellt als das, was sie allenfalls ist: Inkompetenzkompensationskompetenz. 3-87956-341-8 / ca. 100 Seiten Euro (D) ca. 12,80 / sFr ca. 24,-- |
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Benjamin Péret ICH ESSE NICHT VON DIESEM BROT - Je ne mange pas de ce pain-lá Schmähgedichte Herausgegeben, aus dem Französischen übersetzt, mit einem Glossar und Anhang versehen von Heribert Becker Benjamin Péret (1899-1959), einer der bedeutendsten surrealistischen Dichter, sah den Zustand unseres Planeten als einen himmelschreienden Skandal. Für ihn stand die Welt - bevölkert von Hunderten Millionen Menschen ohne Aussicht auf ein menschenwürdiges Dasein, geschunden und verwüstet von unzähligen Kriegen, beherrscht von menschenverachtenden, machtbesessenen Unterdrückern, Ausbeutern und Parasiten - völlig auf dem Kopf, und es ging ihm als Dichter und auch als Revolutionär darum, sie wieder auf die Füße zu stellen. Verbal tat er dies mit einer Sammlung von Gedichten - Ich esse nicht von diesem Brot -, in denen er mit Schmähungen und Verwünschungen, wie sie in der Literatur des 20. Jahrhunderts beispiellos sind, über die Mächtigen dieser Welt und alles, was ihnen heilig ist, herfällt. "Selten", schrieb seinerzeit Raoul Vaneigem über diese berserkerhaften Texte, "hat die Wucht der Verachtung im Kampf gegen die Unterdrückung und gegen die Dummheit der Macht eine derart rohe Ausdruckskraft erreicht." 3-87956-314-4 / ca. 140 Seiten / zweisprachig / mit farbigen Zeichnungen von Arrabal Euro (D) ca. 16,80 / sFr ca. 31,-- |
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Sebastian Seibert DIE FREIE GESELLSCHAFT (1949-1953 und 1981-1986) Inhaltsregister (Bibliographien der Bibliothek der Freien, Band 1) Die Freie Gesellschaft gehört zu den wichtigsten anarchistischen Zeitschriften in deutscher Sprache. Die Theoriezeitschrift der "Föderation Freiheitlicher Sozialisten" (FFS) versuchte nach dem Zweiten Weltkrieg eine radikale Neuformulierung der libertären Ideen und begann mit der kritischen Durchleuchtung der anarchistischen Theorietraditionen. Die hierbei entwickelten neuen Ansätze sind teilweise bis heute nicht wieder aufgegriffen oder weiterentwickelt worden. Zu den Autoren und Autorinnen der Monatsschrift gehörten unter anderem Rudolf Rocker, Augustin Souchy, Rudolf Berner, Margarete Buber-Neumann, Helmut Rüdiger, Heinrich Koechlin, Diego Abad de Santillán. Nach vier Jahrgängen unter der Redaktion von Fritz Linow mußte die erste Serie der Freien Gesellschaft aus Mangel an Mitteln eingestellt werden. Eine zweite Serie wurde 1981 unter demselben Titel als Vierteljahresschrift begonnen und erreichte sechs Jahrgänge. Das von Sebastian Seibert erstellte Inhaltsregister der Freien Gesellschaft gibt erstmals einen vollständigen Überblick über sämtliche Artikel, Rezensionen und sonstigen Beiträge aller Ausgaben der ersten und zweiten Serie, die zusätzlich durch ein Namensverzeichnis erschlossen werden. Die Ausgabe erscheint als Nr. 1 der Reihe "Bibliographien", die von der "Bibliothek der Freien" (Anarchistische Bücherei im Haus der Demokratie) in Berlin herausgegeben wird. In der Reihe werden in unregelmäßiger Folge bibliographische Beiträge zur Anarchismusforschung publiziert.3-87956-287-3 / ca. 28 Seiten Euro (D) ca. 6,80 / sFr ca. 12,30 |